Schule
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Schüleraustausch

Sch. zu einer allgemeinen und
für jeden verbindlichen Linrich-
tung und damit zu einem bo-
gtimmenden Beostandteil des
gosamten neuzeitlichen Lebens.
Zu den Bestrebungen vor allem
der Aufklärung, die Sch. in
engere Verbinhumg mit den
Aufgaben des staatlichen, wirt-
gehaftlichen u. kulturellen Le-
bens zu bringen, kam die Vorde-
rung der allgemeiner Volks-
gehuloe, deren innerer Ausbau
vorwiegent geit Pestalozzi er-
folgte. Nunmehr galt die Sch,
vielfach als die alleinige 'Trä-
gerin nicht nur der öffentlichen,
gondern der Erziehung über-
haupt, der Unterricht als ein
gicherer Weg der Menschen-
formuing unabhängig von dem
durch ihn zu formenden Men-
gchentum.
Die nationalsozialistische Be-
wegung gründet die Schul-
erziehung auf die Voraussetzung
planmäßiger Auslese und einer
einheitlichen weltanschaulichen
Haltung und betrachtet die
Sch. als ein Organ des Volkes.
Neben gie treten zahlreiche er-
zieherische Linheiten u. Kräfte,
von denen 8ie nur noch
einen -- allerdings unersetz-
lichen -- Teil bildet, die abor
Ihrergeits wieder gehulische Kin-
richtungen besitzen. Ihre be-
gondere Aufgabe im Rahmen
der übrigen Erzichungsordnun-
gen besteht darin, die grund-
legenden Kenntnisse und YVer-
tigkeiten für das Leben zu ver-
mitteln, die «charakterlichen,
körperlichen und geistigen An-
lagen der Jugend zu fördern
und auszubilden, gleichzeitig
aber die geschichtlich-kulturel-
len Werte des deutschen Volkes
in der Ingend Jecbendig zu er-
halten, die Jugend mit den
rasgischen, kulturellen und ge-
gehichtlichen Voraussetzungen
des Volkstums bekannt zu
machen und s8ie in ihre poli-
tischen Aufgaben einzuführen,
L.: Ph. Hördt, Der Durch-
bruch der Volkheit und die
oSch., 1932, 19417; ders., Theorie
der Sch., 1933, 1939%; G. Ugadel,
Wissen, Erziehung, Sch., 1938;
A. Dietrich, Die Schule im Ge-
fügedernat.-80z.Ordnung,1942,
Schüleraustausch mit dem Aus-
Jande, soll die Kingicht jn die
Wesgengart der fremden Völker
vertiefen, aber auch den Wert
der Heimat und des eigenen
Volkes erleben lassen und 80
die Voraussetzungen für die
Kingicht in das politische Leben,
geine Gesetze und die Wirk-
gamkeit des eigenen Staates im
Leben der Völker Schaffen. Der
Sch. wurde in anderen Ländern
gcehon vor dem 1. Weltkriege
(Frankreich 1903), in Deutsch-
Jand in der Hauptgache erst
nach dem Weltkriege einge-
richtet und erstlreckte 8ich zu-
nächst vorwiegend auf die nordi-
gchen Länder, später auch auf
andere Staaten, Fr vollzicht
gich als Kinzelaustausch von
Vamilie zu Familie oder als
ÜCruppenausfausch zwischen
deutschen und ausländischen
Schulen, Die 'Peilnehmer werden
gorgfältig ausgelesen. Der Anusg-
tausch mit dem Auslande wird
einheitlich von der Deutschen
Pädagogischen -+ Auslands-
plelle vermittelt und überwacht,
Im Jahre 1935 betrug die Ge-
gamftzahl der ausgetauschten
deutschen Schüler rund 2500.
Beteiligt waren insgegamt rund
20 Länder, von denen England,
die nordischen Staaten, IVrank-

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