Schulferien
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Schulgarten

Schulferiendienender Erhohung,
zugleich aber der Durchführung
von Yahrten und Lagern gei-
tens der HJ. An Landschulen
war Scib jeher der Sommer,
wenigstens aber die Krntezeit
unterrichtsfrei. An städt. Schu-
Jen wurden Sch. erst im Lanfe
des 19. Jhs. eingeführt. Durch
die R ichsferienordnung vom
30. 5. 1941 wurden die Sch,
einheitlich für das Rvich fest-
gelogt. Sie betragen insgesambt
85 "Page, Davon entfallen 12
Tage auf die Weihnachtsferien,
7 Tage anf die Osterferien, 4
Tage auf die Pfingstfericn und
52 Tage auf die großen Verien
bzw. Sommerſcrien. Die rest-
lichen 10 Tage werden je nach
den örtlichen Bedürfnissen ver-
teilt. Das Schuljahr beginnt
nach den Sommerferien. Diese
werden in den verschicdenen
wbieton des Roiches in drei-
facher Weoise gestaſffelt und in
ländlichen Bozirken gegebenen-
falls m Verbindung mit den
Heorbsatforien anders verteilt.
Während der Sch. wird die Ju-
gend von der Schule nicht in
Anspruüch genommen. Ferien-
fahrten werden von der Schule
nicht. mehr durchgeführt. Die
Verien an Hochschulen werden
ergetzt durch die Kinteilung
des Stidienjahres in Vorlegungs-
zeiten (Semester, TPrimester)
und vorlesungsfreie Zeiten,
Schuffunk, Frziclumgsmittelder
Schule, Soll den Unterricht nicht
ersetzen, Sondern da heran-
gezogen werden, wo er den
Unterricht in wertvoller Weise
ergänzen Kann. Neben musika-
lischen Darbietungen und Mär-
chenerzähhungen kommen vor
altem Hörspiele geschichtlichen
oder gonstigen Inhalts, Volks-
liedersingen, Hörberichte aus
Arbeit, Brauchtum und Yesttag
des deutschen Volkes und aus
dem Leben der Gegenwart in
Vrage. Die Voraussetzung für
die erzicherische Fruchtbarkeit
iSt, daß die Darbietungen dem
Verständnis der jeweiligen Al-
tersstuſe entsprechen, und daß
gie in künstlerisSch ecinwand-
freier Weise gestaltet gind. Für
den Schulunterricht dürfen nur
golcebe wendungen verwertet
werden, die die Genehmigung
des REM. erhalten haben.
Listen geeigneter Funksendun-
gen werden laufend im Amts-
blaif DWEV. veröffentlicht,
Kinder der ersten drei Schul-
jahre ind von der "Teilnahme
an Sch.-Vebertragnngen aus-
zuschließen. -> Rundfunk, --
Zischr.: Der Sch. (Seit 1927).
Schulgarſen, Kinrichtung der
Schulen, vor allem der Volks-
und Mittelschulen zum Zwecke
der Vertiefung des naturkund-
lichen Unterrichts, der Förde-
rung der Verbundenheit mit
dem Boden und der national-
politischen Erziehung. Verein-
zelt Seit dem 18. Jh. angelegt,
diente der Sch. zuerst aus-
schließlich dem pflanzenkund-
lichen Unterricht. In größerer
Zahl entstanden Schulgärten
um 1900, Seither wird ihre An-
lage in ländlichen und städti-
Schen Schulen gefördert, ohne
daß doch allen Schulen bisher
die Anlage eines Sch. möglich
geweSen WÄrGC,
Gegenwärtig wird der Sch,
als ein wichtiges Mittel der Er-
ziehung betrachtet. Er Soll im
einzelnen dazu beitragen, daß
das biologische Denken ge-
fördert und durch Züchtungs-
versuche das Verständnis für
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