Simultanschulen
gien, ein Handelslyzeum, eine
landwirtschaftliche Lehranstalt,
eine Lehrer-, eine Lehrerinnen-
und eine Kindergärtnerinnen-
Bildungsanstalt., Für die Fort-
bildung der gchnulentlassenen
Jugend gorgen Arbeitsgemein-
gchaften, 10 Gewerbelehrlings-
sehulen usf, Die Lehrergchaft
isb Zzusammengeschlossen im
„Sicbenbürgisch - Sächsischen
Lehrertag“ u. im „Mittelschul-
proſesSoren-Verein“ mit der
Dachorganisation „Lechrer-
bund“ und der Vachzeitschrift
„Schule und Leben“, Auf Grund
des Schicdsspruches der Achsen-
mächte vom Jahre 1940 fällt
cin Teil S.s an Ungarn zurück
(z. B. > Sathmar). Durch das
Abkommen des Reiches mit
Rumänien und Ungarn vom
80. 8. 1940 wird das kultu-
relle und schulische Leben der
deutschen Volksgruppe gesi-
chert. Den neu zu Ungarn kom-
menden (z2twa 80000) Volks-
deutschen wird die Möglichkeit
geboten, in das Deutsche Reich
umzusiedeln, -> Rumänien,
Sathmar, Ungarn.
1L.: W. Ostermann, Die gie-
benbürgisch-Sächsische Schule
im Dienste des deulschen Volks-
tums, Vom MA, bis zur Gegen-
reformation, Diss,, 1936; H.
Jekeli, Die Entwicklung des
Siebenbürgisch-Sächsischen hö-
heren Schnlwesgens von den An-
fängen bis zur Gegenwart, 1930.
K. 14. v. Vürcke, Das Schulrecht
der Deutschen Volksgruppen in
0st- und Südosteuropa, 1938,
Simultanschulen (von lat, zu-
gleich), alte Bezeichnung für
Schulen, in denen Schüler
mchrerer Bekenntnisge unter-
richtet werden, im Gegensatz
zu -> Bekenntnisschulen.
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Sitten
Sinnesschulung, Die Schulung
der Sinne, voran des Auges und
des Ohres, aber auch des Tast-,
Geruchs- u. Geschmackssinnes
bildet eine der Grundlagen ſür
Tüchtigkeit und Leistungs-
fähigkeit in zahlreichen Berufen
im gspäteren Leben. Auch die
Wehrerzichung knüpft an die
Sinnesschulung an und gucht
Sie zu fördern. Die S. macht
daher nicht nur einen Grund-
bestandteil der Schulerzichung,
Sondern Zz. B. auch des Gelände-
dienstes aus. Als besondere Auf-
gabe des Kindergartens und des
Klementarschulunterrichts wur-
de die S. vor allem von M. ->
Montessori und O. Deeroly ge-
fordert,
Sippenkunde -> Familienfor-
schung.
bitten, Gesamthoeit der ge-
Schichtlich entstandenen und
von Generation zu Generation
überlieferten MAcußerungsfor-
men, Lebensgewohnheiten, Le-
bensregeln u. -grundsätze im ge-
meinschaſtlichen Leben von Sip-
pen, Volksstämmen oder Völ-
kern, aber auch von Zweckge-
moeinschaften (z. B. den Zünften),
Verbänden und Frzichungsge-
meinschaften (z. 1. Wehrmacht,
Gliederungen der NSDAP.). Die
DS. SINd ein Ausdruck der völki-
Schen HPKigentümlichkeit und
werden durch unbewußte Nach-
ahmung, durch die Zucht des
gemeinschaftlichen Lebens und
die Kontrolle der öffentlichen
Meinung auf die nachfolgenden
Generationen überlragen. Sie
bilden ein wichtiges Element
der funktionellen Erziehung
und Typenzucht und prägen
das Verhalten der Gemein-
Schaftsglieder, ohne daß beson-
dere erziecherische Kinrichtun-
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