Sokrates
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Sonderschulen

tung keinen dentschen Unter-
richt, Die Gründung von Schu-
len zur Ausfüllung d«lieger
Lücken wird betrieben.
Sokrates, * 469 v. d. Ztr., F 399
Athen, Philosoph und Lehrer in
Athen, Meister des „dialekti-
gschen“ Gespräches, i. JI. 399
zum 'Pode durch den Giſt-
becher verurteilt, machte den
Menschen zum IJHauptgegen-
tand des Philosophierens und
wollte auf dem Wege der Kin-
gicht und des Wissens div öf-
fentliche Moral heben. Mit den
Mitteln des Gespräches suchteo
er die in jedem Menschon
gehlummernde Vernunft freizu-
machen (Maceutik, Geburts-
hilfe). In Scheinbarer Unwigsen-
heit verlockte er den Gesprächs-
partner zu Behauptungen und
Widersprüchen (Sokratische Iro-
nic), um ihn zu überführen.
vein Ziel war die Vergittlichung
des Staatslebens auf dem Wege
der Kinzelerzichung, -- 1: A,
Busse, 5S., 1914,
Sokratische Methode, von S5o-
krates geübtes Verfahren des
Zwiegespräches; in der älteren
Pädagogik Bezeichnung für das
Unterrichtsgespräch in Fragen,
Antwort, wobei der Lehrende
die FErgebnisse aus dem Schüler
herauszufragen guchte, aber
Selbst die FYührung im Denk-
fortschritt behielt, -> SLchrver-
ſahren,
Sonderreifeprüfung, durch Itt).
d. REM. vom 8. 8. 1938 reichs-
einheitlich geregelte Prüfung,
die den Zweck hat, bes. be-
fühigte JMVachschulabsolventen
zum Studium bestimmter Fach-
richtigen an den UÜUniversi-
täten und gonstigen Hochschu-
Jen zuzulagsen. Die 8. kann
abgelegt werden für die folgen-
den Studienzweige : Wirtschaftsg-
wisgenschaft, Landwirtschaft,
Vorstwissenschaft, Gartenbau,
Brauerei- und Brennereiwesen,
Zuckerſabrikwesen, für das Stu-
dium an einer "Pechnischen
Hochschule und einer Berg-
akademie. Voraussetzung iSt die
Vollendung des 21. Lebengsjah-
res und das Schlußzeugnis einer
entsprechenden anerkannten
Vachschule. Die Prüfung er-
Streckt gich auf Deutsch, Ge-
gehüichte, Frblchre, Rassenkun-
de und Erdkunde 80wie auf eine
mit der jeweiligen Fachrichtung
in Zugammenhang Stehende
Vächergruppe. -- 1L.: Huber u,
venger, Das Studium ohne
Reifezeugnis an den dentschen
Hochschulen (Weidm, Tasch.),
1938.
Sonderschulen, zusammenfag-
gende Bezeichnung für einc
Reihe von Sondereinrich tungen
vorwiegend der Volksschule, die
der Frziehung und Betreuung
von geistig und Körperlich
nicht voll Joistungsfähigen ICin.
dern dienen. Nach dem Reichs-
Schulpflichtgesetz vom 6.7. 1938
Sind die S. Pflichtschulen für
diejenigen Schulpflichtigen Kin-
der, „die wegen geistiger Schwä-
che oder wegen körperlicher
Mängel dem allgemeinen Bil-
dungsweg der Volksschule nicht
oder nicht mit genügendem Kr-
folge zu folgen vermögen“,
Völlig bildungsunfähige od«“r
für das Volksganze unbrauch.
bare Kinder werden nicht in den
DS. erzogen. Zu den 8. gehör!
das Taubstummen-, Schwer-
hörigen- und Sprachheilschn!-
wesen, das Blinden- und Sch-
chwachenschul wegen, das Hilfs-
gehulwegen und das Anstallſs-
wegen einechlicßlich der Kriy:-

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