Sowjetrußland
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Sowjetrußland

pelhäuser, Heil- und Pflege-
anstalten und Vürgorgeanstal-
ten. Im Dautschen Roich
(einsch]. OStmark und Sudeten-
land) bestanden i. J. 1939 ins-
gesamb 15537 S8. mißt 135594
Schülern und 6160 hauptambt-
lichen Lehrkräften. Von den
rechtlich zur Volksschule ge-
hörenden S, waren 1118 Hilfs-
Schulen, 7 Schschwachen-, 16
Schwerhörigen-, 11 Sprachheil-
Schulen, 5 Schwerhörigen- und
Sprachkrankenschul., 1 Schwer-
hörigen» und Schschwachen-
Schule und 1 Schule für kno-
cehen- und gelenkkranke Kin-
der. Die übrigen 59. (vielfach
als S. 1. ec. S. bezeichnet) voer-
teilten Sich auf; 27 Blinden-
Schulen, 64 Gehörlosenschulen,
115 Schulen in Hoeil- und Pflege-
anstalten und 192 Schulen in
VYürzorgeerzichungsanstalten.
Die Lohrer an S. gehören der
Reichsfachschaft 5 des NSLB.
an. =-- Ztgchr.: Die Deutsche
Sonderschule, hg. v. NSLB. (Seibt
1934).
Sowjefrußland, Dic Bovölke-
Yung 5.8 Sclzt Sich zusammen
aus mehr als 70 Völkerschaften
der verschiedensten rassSischen
Herkunft (darunter etwa 3 Mill.
Juden) mit überwiegend primi-
tiver Locbenshaltung und nied-
rigem Bildungsstand, Seit der
„Oktobeorrevolution“ des Jah-
res 1917 wurde dieses Rassen-
und Völkoergemisch fortschrei-
tend in Richtung auf das bol-
Schewistizche Programm zu er-
ziehen versucht. Auch das
Schulwesen wurde der kommu-
nistisch-intornationaloen Ideolo-
gie unterstellt. In den ersten
Jahren (bis zum Jahre 1921)
wurden zunächst zahlreiche An-
regungen der curopäischen und
der nordamerikanischen Schul-
reform übernommen (Einheits-
Schule, Arbeits- bzw. Produk-
tionsschule, „„polytechnische
Bildung“ usf.). Die absgoluti-
StiSche Phaso der „neuen öko-
nomisclien Politik“ (1921---26)
brachte erstmalig die Unterord-
nung des Schulwesgens unter die
kommunistischen Ziele- Nach
cinem kurzen Rückschlag wur-
den diese Bestrebungen geit dem
Beginn des „„Fünfjahresplanes“
(1928) fortgesetzb und ver-
stärkt. Dem Ziel völliger Ver-
Staallichung der Wirtschafſt enb-
Sprach auf dem Gebiete des
Schulwesens die Wendung zum
hundertprozentigen Kommunis-
m1u8, die Abschaffung der Reli-
gion und die Krrichtung einer
Reihe von Yachbildungsanstal-
ten zur Gewinnung qualifizier-
ter Facharbeiter. 1. J. 1925
wurde die Schulpflicht vom 8.
bis zum 12. LebensjJahroe ange-
ordnet. Nur ein kleiner Teil der
Schulpflichtigen Kinder besucht
Jedoch die Schule wirklich. Das
Bildungsprogramm enthielt den
Plan der Schaffung der notwen-
digen Schulen und der endgülti-
gen „„Liquidierung des Analpha-
betentums“. Es bestehen 4 Jjäh-
rige, 7Tjährige und 10Jjährige
Schulen von größtenteils niedri-
gem Leistungsstand. Die 4 jähri-
gen Schnlen führen zur unteren
Berufsschule, Bauernjugend-
gchule und weiter zu den „„Ar-
beiterfakultäten“; die meisb in
den Städten bestchenden 7 Jäh-
rigen Schulen zu Arbeiter-
jugend- und technischen Bil-
dungsanstalten bzw. weiter zur
industriellen Akademie; die 10-
jährigen Schulen zu den eigent-
lichen Hochschulen. Zur Be-
kämpfung des Analphabeten-

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