Sport
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Sprache

Mittel ihrer Arbeit. Der An-
fangsunterricht der Volksschulo
hat die Aufgabe, den Schul-
neuling langsam vom Sp. zu
lJanvoller Arbeit hinzuführen,
Neben der Arbeit bleibt das Sp.
indessen auch weiterhin ein
Klement der Erziehung, Pflege
und Vreizeitgestaltung, Friedr.
Schiller betrachtete den dem
Menschen innewohnenden Trieb
zum Spielen (den Spieltrieb)
nicht nur als die Grundlage der
Erziehung, gondern als eine
Wesenseigenbümlichkeit des
Menschen überhaupt. Nicht al-
Jein das Kind, Sondern auch der
Erwachsene spieclt. Ja, das Sp.
gewinnt gelegentlich den Cha-
rakter ernsthaften geistigen,
künstlerischen und werklichen
Schaffens,
L.: IK. Groos, Die Sp.e der
Tiere, 1930*; ders,, Die Sp.c der
Menschen, 1899; H. Heitzer,
Sp. und Spielzeug ſür jedes
Alter, 19352; 17, Mindt, Sp. und
Sportals völkisches Krbe, 1938;
EK. Haigis, Das Sp. als Begeg-
mmg, 1941.
Sport > Leibesübungen.
Sprache, hauptgächliches Mittel
des Menschen, Seine Gedanken
zu äußern und gich innerhalb
der Gemeinschaſb zu verständi-
gen. In der Sp. und durch die
Sp. vollzicht Sich gleichzeitig
das Denken und ein großer Teil
des geisbigen Lebens,
Die Sp. isb der Ausdruck
eines bestimmten Volkstums,
wie umgekehrt der einzelne sci-
nem Volke innerlich u. a. durch
die Sp. angehört. Lebendige
Teilhabe an der Multersprache
isb dementsprechend in ge-
wissSzem Umfange gleichzeitig
Frziehung zum Volk und im
Yolk, Gemäß der Jandschaft-
lichen und stammlichen Gliede-
rung des Volkes ist die deutsche
Sp- mundartlich gegliedert. Im
Gegensatz zu der Mundart ist
die scit Luther gültige, aus der
ostmitteldentschen, „„meißni-
chen“ Kanzleisprache hervor-
gegangene Hochsprache ge-
meindeutsch. Diese reino Hoch-
Sprache isb für jedes gehobene
Sprechen das Vorbild. Die prak-
visch gesprochene und daher
auch in der Schule zu pflegende
SP. ist indessen die „landschaft-
lich und volkstümlich gebun-
dene Hochsprache“ (Erz. und
Unb., 1938), d. h. die Hoch-
sprache mib geringer land-
schaftlicher und stammlicher
Värbung.
Die Enfwicklunng der Sp.
beim Kinde wurde scit dem Be-
ginn dieses Jahrhunderts mehr-
fach untersucht (Ament, Bert-
hold -> Otto), der kindliche
Wortschatz und die Satzbil-
dung auf den verschicdenen
Altersslufen z. T, in umfassen-
der Weise dargestellt und in
Vorm der -> Altersmundart
zu verwerten gesucht. Anf eine
Periode bloßer Lallvyersnche und
mechanischer Nachahmung ein-
zelner Lautgruppen und Wörter
folgt Schr bald (im 2. bis 3. Le-
bensjJahr) eine sinnvolle Ver-
wendung der Sprache im kind-
lichen Lebensbereich, im Schul-
alter Sodann eine Vermehrung
des Wortschatzes, der gram-
matischen Formen und eine
Ablögung von dem eigenen Ak-
tions- und IJrlebniskreis, und
gchließlich ein allmähliches Kin-
dringen auch in die Hoch-
sprache. Die volle Kinsicht in
den Aufbau der Sprache ge-
winnt das Kind erstb im Laufe
des Späteren Schulalters. -- L,;

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