Stenographicunſferricht
Steinschen Reformwerks bil-
dete das Bestreben, die Kräfte
der BStaatsangehörigen aller
Stände zu fördern und zur
aktiven Mitarbeit am staat-
lichen Leben heranzuziehen.
Ganz im Vichteschen Sinno
gollte die preuß. Neuordnung
der erste Schritt zur Wicder-
aufrichtung des Deutschen Rei-
ches auf der Grundlage einer
Wiedergeburt des deutschen
Volkes scin. Die Aufgabe der
Erziehung sei die Durchdrin-
gung aller Bürger mit dem na-
tionalen Geist, die Entfaltung
der Kräfte und Fähigkeiten
zum Dienst am Ganzen und die
Weckung des Pflichtbewußt-
Seins gegenüber dem Staab,
Der letzte Sinn der St.Schen
Reform war es, durch eime plan-
mäßige Frzichung der Bürger
den Staab in einen bescelten
Organismus zu verwandeln, in
welchem die Stände lebendige
Träger des Aunfbauwillens Sind
(Krieck). Im Geiste der Reichs-
idee regte er 1. J. 1819 die
Gründung der Gesellschaft für
Deutschlands ältere Geschichts-
kunde und die Herausgabe der
Monumenta Germaniae Histo-
rica an.
L.: 8. Krieck, Die Dentsche
Staatsidec,1934* ;17. Botzenhart,
Die Staats- und Reformidcen
des Freiherrn vom Stein, Bd. 1,
1927.
Stenographieunferricht -> Kurz-
schriftunterricht,
Stottern, krampfartige Zustände
der Sprechwerkzeunge beim Aus-
sprechen einzelner Laute und
Silben mit häufiger Wieder-
holung derselben. Das Sb. isb
ein im allgemeinen auf psychi-
chem Wege erworbenes Leiden
(z. B. durch fehlendes Selbstbe-
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Strafen
wußtsein, Angst usf.), das durch
geeignete Erziehung meist im
Keime erstickt und auch im
fortgeschrittenen Stadium ge-
heilt bzw. erheblich gemildert
werden kann. Die unterricht-
liche Betreuung und Heilung
der Stotterer ist eine Haupt-
aufgabe der Sprachheilschulen.
-> Sprachheilpflege.
Stoy, Karl Volkmar, * 22. 1.
1815 Pegau, 4 23. 1. 1885 in
Jena, Pädagoge, Prof. in Jena
und Heidelberg, gründete das
Pädagogische Universitätssemi-
nar in Jena, das er in engen Zu-
gammenhang mit der Schul-
praxis brachte (Seminarschule,
Erziehungsanstalt), und ent-
faltete eine reiche Tätigkeit auf
der Grundlage der Herbartschen
Krzichungsgedanken, Das HWr-
ziehungsziel gah er im gittlichen
Charakter, die besonderen Auf-
gaben der Erziehungim Führung,
Unterricht und Körperpflege.
pchr.: Enzyklopädie, Metho-
dologie und Literatur der Päd-
agogik, 1861. --1.: A. Bliedner,
K. V. St., 1886; A. Mollberg,
K. V. St., 1925.
Strafen bilden in der Jugend-
erziehung im allgemeinen Keine
Maßnahmen zur Vergeltung
oder zum Schutz der Gemein-
Schaft, Sondern gie zind Mittel
der Erziehung. Durch nach-
haltige Einwirkung in Form
ciner Strafe 80ll überall da ein-
gegriffen werden, wo die ge-
wöhnlichen Mittel der MHir-
ziehung vergagt oder Keine ge-
nügende Wirkung hinterlassen
haben, Die Strafe ist also cin
gekundäres Hilfsmittel, das im
Idealfall entbehrlich sein Soll.
Voraussetzung für ihre WirkK-
gamkeit isb ihre Angemessen-
heit an Art und Größe der Vor-

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