Turn- und Sportlehrer
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Typus

mme
erfolgt im Rahmen eines wissen-
gehaftlichen Studiums an den
Univerzgitäten. Das Fach Leibes-
erziehung gilt dabei als eines
der drei geforderten Pflicht-
fächer. Die Ausbildung wurde
geregelt durch die Hochschul-
sportordnung, Abschnitt IV,
vom 24. 4. 1935. Sie erfolgt an
den Hochschulinstiluten für
Leibegübungen der Univergi-
täten und ecrstreckt gich über
ein Jahr, An der Ausbildung
können Studierende des höheren
Lehramtes, Studienreferendare
u. Bewerber mit anderen Lehr-
befähigungen einsch]. der an-
gehenden Lehrerinnen für Haus-
wirtschaſt und Leibesübungen
teilnehmen,
Turn-, Sport- u. Gymnagtik-
Jchrer im freien Beruf müssen
ihre Befähigung durch Ab-
legung einer Prüfung auf Grund
der Prüfungsordnung vom 2. 6.
1936 nachweisen. Die Voraus-
getzung bildet der Nachweis
wettkämpferischer Erfahrung,
die Teilnahme an einem YVort-
bildungslehrgang, der Begitz des
Reichssportabzeichens und des
Grundscheines der Deutschen
Lebensrettungsgesellschaft 80-
wie entweder eine dreijährigo
praktische Helfertätigkeit, eine
einjährige Ausbildung an der
Reichsakademie für Leibesg-
übungen oder eine zweijährige
Ausbildung an einer Gymnastik-
Schule, LPrüfungsgegenstände
Sind für alles Bewerber die
„Grundlagen der körperlichen
Erziehung“ und je nach Wahl
die folgenden Arten von Leibes-
übungen: 'Purnen, Schwimmen,
Leichtathletik, Handball, Fuß-
ball, Boxen, Rudern, "Tennis,
Vislauf, Skilauf, Hockey, Fech-
ten, Jin-Jitsu, Golf und Gym-
nastik (einsch]l. Volkstanz und
gymnastischen Laientanz).
L.: O0. Kunze, Die Prüfungs-
ordnung für Turn-, Sport- und
Gymnastiklehrer, -lehrerinnen
im freien Beruf vom 2. 6. 1936,
1937.
Turnunferricht -> Leibes-
übungen.
Typus (griech. Gestalt, Urbild,
Charakter), urbildliche Aus-
prägung der mengchlichen Per-
gönlichkeit, 8ofern Sie mit an-
deren Personen eine Reihe von
Merkmalen gemeinsam hat oder
das eigentümliche Zuchtziel
einer GemeinsSchaft leitbildhaft
verkörpert,
Der Begriff des T. ist in der
Gegenwart zu einem Hilfsmittel
zahlreicher, vor allem anthro-
pologischer Wisgenschaften ge-
worden und findet Anwendung
in der Seeclen- und Gharakter-
kunde, aber auch in der Ge-
Schichte der Philogophie, der
Kunst- und Literaturgeschichte
usf. Die scelenkundliche 'Pypo-
logie unterscheidet zwischen
einfachen Vunktionstypen wie
Gedächtnis-, Vorstellungs-,
Phantasie-, Aufmerksamkeits-
und Denktypen einerseits und
Ganzheitstypen, die von dem
Gesamfzusammenhang der sce-
ligchen und der leiblichen Funk-
tionen ausgehen, anderergeits.
Die Aufstellung u. Erforschung
ganzheitlicher Pypen haben in
der letzten Zcit u. a. Jaensch,
Kretschmer, Pfahler und Spran-
ger vorgenommen. Die frucht-
barsten dieser Versuche münden
ein in die Rassenkunde, die
den T. als den Ausdruck der
erblichen Angelegtliciten der
Leib-Secle-Kinheit betrachtet 1,
von der Voraunssetzung ausgeht,
daß die vorherrschende Rasse

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