Unterricht
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Unterrichtslehre

der Jugend, gleichzeitig aber
der Vortführung, Erhaltung und
Steigerung des Volkstums und
geiner Kultur. de nach der
begonderen Aufgabs der ein-
zelnen Schularten treten als
unterrichtliche Ziele hinzu: die
Hinführung des Kindes vom
Spiel zur geregelten Arbeit in
den ersten Jahren der Volks-
gehute, die Frtüchtigung für
das praktische Leben und die
vertiefte Vorbereitung für die
Tätigkeit in Volk und Staat in
der Volks, Havpt- und Mittel-
gehnle, die Ergänzung und Wei-
terführung der Berufsaugbil-
dung in den Berufs- und Yach-
gehulen und die Erziehung zum
exakten wisgenschaftlichen Den-
ken in der höheren Schule.
Die Vruchtbarkeit des U.s ist
abhängig von der Anpassung
geiner Maßnahmen an die ju-
gendliche > Entwicklung und
Leistungsstufe g0wie an die
geistige Aufnahmefähigkeit u.
Leistungsbereitschaft des Schü-
lers. Das => Lohrverfahren wird
in geiner Yiger.act daher durch
den Reife- und Entwickhmgs-
pfand des Schülers, ebenso aber
anch durch den Inhalt und die
Sachgesetze des unterrichtlichen
Vachgebietes bedingt. An die
vtelle des alten Vor- und Nach-
gprechens, des Lehrervortrages
und des Abfragens treten: die
Anschanung in den vergchieden-
Sten Vormen, die erlebende
Vertiefung, das Unterrichts-
gespräch, die gelbsttätige Jr-
arbeitung, die übende An-
eignung ü a. m. Die Gliederung
des U.s in die verschiedenen
VYächer beginnt im Anschluß an
den heimatkundlichen Gegamt-
unterricht der ersten Volks-
gchuljahre und führt gchließlich
auf der höheren Schule zu den
VPächergruppen: Leibesübungen,
Deutschkunde, Yremdsprachen,
naturwissenschaftlich - mathe-
matischer UV. und FFrauen-
gchaffen, Die Auswahl, Ver-
teilung und Anordnung des
Lehrstoffs ist die Aufgabe des
+ Lehrplans, = 1.: 1. Hiller,
Deutsche Erzichung im neuen
Staat, 19362,
Unterrichtsformen > Lehrver-
ſahren.
Unterriehtslehre, die Lehre vom
Unterricht, früher allgemein
Didaktik genannt, umfaßt als
allgemeine U, die Gesamt.
heit der Urundsätze hinzicht.
lich Aufgabe, Bedingungen, Ver-
fahren (> Lehrverfahren), Glie-
derung und Milfsmittel des
Unterrichts; als begsondere
oder 8pezielle U,. vor allem
die Methodik der Kinzelfächer,
Die U. entstand als selb-
gländige ICunstlchre zuerst in,
17. Ih. W. Ratke und A. Co-
menius Suchten nach allgemei-
nen Gesetzen des Lehrens und
gingen dabei von der der Natur
innewohnenden Gesetzlichkeit
(Naturgemüßheit) und von der
Anschauung aus. Die klassische
U. Pestalozzis und Herbarts
gftellte dem Unterricht das Ziel,
zum Charakter zu erziehen,
untersuchte die Gesetzlichkoil
des Lernvorganges und gewann
hieraus eine Reihe von Regeln
und YVormen ſür den Untvr-
ricat. So gah Peslalozzi in dier
Anschauung das Wesen dcs
JTlementarunterrichts, beschrivh
diese als einen vom Ich y0-
sSteuerten Vorgang, der aus
elementaren Besfandteilen Sinn-
volle Gegenständlichkeiten auf-
baue, und begründete den Un-
terricht dementsprechend auf

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