Verorbung
440
Vororbung

wicklung in der Auseinander-
getzung mit der Umwelt, Bes.
eindringlich tritt vor allem die
V. hervorragender (Genialität)
oder minderwertiger (Schwach-
ginn, Psychopathie) Anlagen in
die Erscheinung. Kine V. der
Kriminalität, bestecht in dem
Sinne, daß das Zusgammenvor-
kommen bestimmter (erblicher)
Minderwertigkeiten fast mit
Notwendigkeit schwere Rück-
fallkriminalität bedingt. An
gehweren erblichen Krankheiten
gind u. a, bekannt: die Schizo-
phrenie, das manisch-depregsive
Irresein, der erbliche Schwach-
ginn, die Yallgucht, (Ypilepsic),
der Veitstanz (Huntingtonsche
Chorea), erbliche Blindheit,
Taubheit und körperliche Miß-
bildungen, Diese Leiden fallen
daher, Sofern ihre FYrblichkeit
erwiesen ist, unter das Gegsetz
zur Verhütung erbkranken
Nachwuchses.
Die Frgebnissse der Ver-
erbungsforschung haben grund-
legende Bedeutung für die Krb-
gegundheits- und Rassenpflego
des nationalsozialistischen Staa-
tes gewonnen. Sie ermöglichen
gowohl die fortschreitende Aus-
geheidung kranker oder minder
wertiger Frbbesfandteiles (->-
Ausmerze) als auch die plan-
müßige Pflege und Vörderung
der gesunden und Icbenstüch-
tigen Erbboestandteile (> Aus-
lesc). Die Yrzichung kann den
Menschen im Kahmen der
durch die VYrbmasso gegebenen
Grenzen prägen. Ihre Aufgabe
ist zumüchst die möglichst voll.
kommene Förderung der gün-
gtigen und die Zurückdrängung
oder Verhüllung ungünsriger
oder nicht zu wünsgchender An-
lagen. Verhältnismäßig weite
Grenzen gind der Erziehung im
Bereiche der Pormung des
äußeren Verhaltens durch Goe-
wöhnung und Uebung gesteckt,
obschon selbst das äußeres Ver-
halten (> Haltung) von der
erblich bedingten Wesengeigen-
tünmlichkeit nicht unabhängig
ist und in bestimmtem Maße
an den Körperlich-seelischen
Gesamtstil eines Menachen ge-
Jknüpft bleibt. Im Bereich der
-+> PVähigkeiten und Portig-
keiten bzw. der von Klages
KOK, „Nlengeneigenschaften“
kann durch planmäßige Uebung
eine Steigerung bis an die obere
Leistungsgrenze erreicht weor-
den. Kine erzieherisScho Be-
einflusgung der charakterlichen
„Grundfunktionen“, der Ab-
Jaufs- und 'Pomporamentscigen-
gehaſten und schtießlich der vi-
talen Kernstruktur der Grund-
ansprechbarkeiten und -gerich-
tetheiten isb nur innerhalb
eines engen Bezirks möglich.
Die größte erzieherigche FPrucht-
barkeit besitzen diejenigen Maß-
nahmen und Jnhalte, die der
ererbten Arb. entsprechen.
Für die Behandlung der Vor-
erbungslehre und Rassenkunde
im Unterricht wurden am
13. 9. 1933 zumächst für Pren-
Ben (und in ähnlicher Weise für
die übrigen deutschen Ländor)
unddurch Verordnung des RIM,
vom 15. 1. 1935 für das Reich
einheitliche Richtlinien erlas-
gen, deren Grundsätze in die
gpäteren Teohrpläne übernom-
men wurden. Hiernach izt, c4
die Aufgabe der Vererbungs-
Ichre und Rassgenkunde im
Unterricht, über die Wigsens-
grundlagen hinaus für allo
Yach- und Lebensgebiete dio
Volgerungen aus den Bingiehten

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.