Vererbung
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Verkehrserzichung

in die V. zu ziehen, und daher
nicht allein die Bedeutung der
Rasgen- und Vererbungsgesetze
für Leben und Schicksal des
deutschen Volkes hervorzuhe-
ben, Sondern in der Jugend
auch das Verantwortungsgefüh)]l
vor den kommenden Geschlech-
tern, den Stolz auf die Zuge-
hörigkeit zum deutschen Volke
und zur nordischen Rass6 und
den Willen zur Mitwirkung an
der Verbesgerung des völkischen
Erbgutes zu wecken, Die Ver-
erbungslehre als die Grundlage
der Familienkunde, der Ras-
gen- und Bevölkerungspolitik
bildet vor allem ein Teilgebiet
der Biologie. Diese hat die
Hauptgesctze der V. im Zu-
gammenhang mit der Zell-
forschung, der Vamilien- und
Rassenkunde, der Gesundheits-
Ichre und der Bevölkerungs-
politik zu behandeln. Darüber
hinaus kommt dem erdkund-
lichen und geschichtlichen Un-
terricht, aber auch den übri-
gen Unterrichtsfächern, dem
Deutschunterricht, dem ICunst-
unterricht, dem Singen und vor
allem den Leibesübungen für
die Vererbungslchre u. Rassen-
kunde Bedeutung zu.
L : Baur, Vischer und Lenz,
Mensehliche Brblichkeitslehre,
1936%; Ir. Reinöhl, Die V. der
geistigen Begabung, 1938?; der-
gelbe, V. und ihre Bedeutung
für die Erzichung, 19392; I.
Baur, Kinführung in die V.3-
TLechre, 1930711, (j, Pfahler,
V. als Schicksal, 19382; ders.,
Warum VYrziehung trotz V.?,
194%; I", Stumpfl, Erbanlage
und Verbrechen, 19385; B. Petor-
mann, Das Problem der Rassen-
geele, 1935; 1". Lenz, Ueber die
biologischen Grundlagen der Kr-
ziehung, 1937*?; R. Lotze, Zwil-
linge, 1937; PV. Kxner, Krimi-
nalbiologie in ihren Grund-
zügen, 1939; Otto u. Stacho-
witz, Abriß der Vererbungs-
Ichre un. Rassenkundeo, 194133,
Yerfrühung, die küngstliche Be-
Schleuiniguang des geistigen
Wachstumsprozesses durch fal-
che erzieherische oder unter-
richtliche Maßnahmen ; ein häu-
figer Yehbler der elterlichen Er-
ziehung, durch den gleichsam
gpätere Entwicklungsstufen des
Kindes vorweggenommen wer-
den. Die V. hat ihre Urgache
gelegentlich in dem Khrgeiz der
Eltern oder Erzieher, häufiger
aber in dem ausschließlichen
Zugammenleben der Kinder mit
Krwachsenen (z. B. bei einzigen
Kindern) und endlich nicht all-
zu gelten in konstitutionell und
erblich bedingter -> Prühreife
des Kindes, im äußersten Falle
bei 80g. Wunderkindern. Selten
ausbleibende Folge der V. isßb
die falsche Einschätzung der
eigenen und der fremden Lei-
stungsfähigkeit, Blagiertheib
und nervöse Anfälligkeit oder
Erkrankung. Die Erziehung
kann bei Ssonsbt normalen Kin-
dern die V. fasb immer ver-
hindern oder die Folgen einer
eingetretenen V. durch ver-
nünſftigo, kindesgemäße Maß-
nahmen mildern, Im Falle erb-
lich bedingter VYrühreife wird
gie Sich auf die vorgichtige Vern-
haltung schädlicher Nebenwir-
kungen begehränken mügsen.
VerkehrSerziehung, durch die
Zunahme des Schnellverkehrs
bes. in den Großstädten, aber
auch auf dem Lande notwendig
gewordene planmäßige Unter-
weisung und Schulung der Ju-
gend und der Erwachsenen zum

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