Verguchsschulen
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Verwahrlosung

währleisten. -> Begabung, Un-
terricht.
Verguchsselhmlen, öffentliche
Volksschulen mit der Aufgabe,
in Erziehung und Unterricht
neue Wege zu guchen. Die V.
weichen gewöhnlich im Lehr-
und Stundenplan von den gel-
tenden Richtlinien ab. V. sind
teils ausreichend gegliederte
und gelegentlich mit weiter-
führenden Klassen verbundene
Großstadtschulen, teils ein-
bzw. wenigklassige Landschulen,
Durch Erl. d. REM. vom 13. 3.
1937 wurde die weitere Ge-
nehmigung des Versuchsschnu]l-
ceharakters von der besonderen
Leistung der Schule abhängig
gemacht.
YVertrauenslehrer der HJ, Der
-> Schuljugendwalter der HJ.
wird vom Schulleiter auf Vor-
Schlag des zuständigen Bann-
führers bzw. der Untergau-
führerin gleichzeitig zum V. der
HJ. vestellt. Er ist der Mittels-
mann zwischen dem Schulleiter
und dem zuständigen HJ.-
Vührer. Seine Bestellung er-
folgt jeweils auf ein Jahr, Auf
Grund des Erl. d. REM. vom
18. 2. 1938 und des Abkommens
zwichen der RJHP. und dem
REM. vom 28. 3. 1938 muß der
V. dem NSLB. angehören und
mit der HJ. ständige Fühlung
halten. Zu Seinen Aufgaben go-
hört die Aufklärung der Kitern-,
Lehrer- und Schülerschaft über
Arbeit und Ziel der HJ., die
Mithilfe bei der Boeschaffung
geeigneter Räume für Heim-
abende und die Aussprache mit
den Kltern und den HJ.-
Yührern über einzelne HJ.-
Angehörige und über BKinzel-
fragen des Zusammenwirkens
von Schule und HJ.
Verwahrlogung, charakterlicher
Verfallszustand, der aus stark
erregbarem Triebleben und
dem FVeblen Sittlicher Hem-
mungen entsteht und in der Auf-
Ichnung gegen die staatliche
Ordnung und das Gemein-
SchaftsSleben zum Ausdruck
kommt. Die V. führt nicht
gelten zu Betteln, Herumstrol-
ehen, Lügen, frühzeitigen ge-
gehlechtlichen Ausschwoiſungen
und Kriminalität jeder Arb.
Drohende V. liegt bereits
dann vor, wenn ein Jugend-
licher Sich im abnormer Weise
von dem Gemeinschaftsleben
absondert, Sich dem Leben und
den Bestrebungen der HJ.
gegenüber ablehnend verhält
oder von geinen Kltern in
gtaatsfeindlichem Sinne erzogen
wird. Die V. wird meist be-
günstigt durch mangelnde oder
fehlerhafte Erziehung, Schäd-
liche Umweltoinflüsse bzw, Ver-
führung, hat aber ihre Ursache
gewöhnlich in erblicher Be-
lastung und daraus folgender
->+> BSchwererziehbarkeit oder
Haltlosigkeit. Bes. gefährdet
gind Kinder von Trinkern und
aus verwahrlosten Familien, 30-
wie vor allem Schwachsinnige
und manche Psychopathen.
Der Beseitigung und Ver-
hütung der V. dienen: die ->-
Schutzaufsicht, d. h. der Schutz
und die Ueberwachung Mindor-
jähriger durch einen vom Staab
bestellten Helſer, wobei den Er-
zichungsberechtigten das Sorge-
recht erhalten bleibt, und die ->
Yürsorgeerziehung, d. h. die
Unterbringung in einer geeig-
neten Familie oder Anstalb. ->-
Kriminalpädagogik. -- L.: EK.
Axnick, Wegweiser durch die
öffentliche Jugendbilfe, 1989.

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