Berechtigungen
Bergakademien

ziehen, und zwar zuerst an
ruhenden Gegenständen des
kindlichen Angehammgskreises
(Bild, Naturbeobachtung usw.),
später auch an verwickelteren
(z. B. phygikalischen, biologi-
gchen, chemischen) Vorgängen.
Bes. der naturwissenschaftliche
Unterricht setzt ein planmäßig
geschultes B.g-Vermögen vor-
aus,
Berechtigungen gind ursprüng-
lich BSicherheitsvorkehrungen
des Staates gegen eine Beset-
zung staatswichtiger Berufe mit
ungenügend vorgebildeten und
unfähigen Bewerbern. Sie wur-
den ausgesprochen durch Schul-
abschlußbescheinigungen. Die
B. in Deutschland waren zu-
nüchst die Hochschulreife (Preu-
Ben Scit 1788) und die Berech-
tigung zum einjührig-freiwilli-
gen Dienst (auf Grund der O II-
Reife, in Preußen scit dem
Wehrgesetz von 1814). Später
wurde fast jeder IClassenab-
Schluß mit bestimmten 3. ver-
bunden. So berechtigte z. B. die
mittlere Reife zum Beguch höhe-
rer Vachschulen, die O 11-Reife
einer höheren Schule zur mitt-
leren Berufsausbildung im Bau-
und Ingenieurfach, bei der
Reichsbahn, Reichspost und im
Büchereiwesen, die U1-Reife
außerdem zur VKinstellung als
Zivilsupernumerar bei zahlrei-
chen Verwaltungen, die OI-
Reife zur Kinstellung als Zivil-
Supernumerar bei der Reichs-
bahn- und Zollverwaltung usf.
Da die Schulen häufig mehr
Standes- als Leistungsschulen
waren, wurden die B. zu cinem
Vorrecht bestimmter Gezgell-
gehaftsschichten. Zudem wur-
den gie nach staatlichem Muster
mehr und mehr auf die privaten
Berufe übertragen und drohten
zu einer allgemeinen Ueber-
spannung der intellektuellen
Anforderungen, zu einer Ver-
längerung der Ausbildungszeit
und zu einer immer größeren
Schematigierung zu führen. Der
nationalsozialistische Staab er-
strebt daher eine Begrenzung
des Berechtigungswesens auf
ein gegundes Maß.
Bereitsehaff, zusammenfassende
Bezeichnung für die subjektive,
dispositionelle Hinneigung zur
Verarbeitung bestimmter Reiz-
gegebenheiten oder zu gspeziſi-
Schen Verhaltensformen. Die
Scclischo BB. ist ein Bestandteil
der Erzichbarkeit (> Bildsam-
keit) und eine Vorbedingung für
den erzicherischen Frfolg. Un-
terricht, Erzichuing und Vüh-
rung knüpfen mit ihren Maß-
nahmen an die innere B. des
Kindes bzw. des Jugendlichen
zur Aufnahme von Bildungs-
imhalten und zu einem bestimm-
ten Verhalten an oder suchen
8iC, wenn nötig, durch geeignete
Mittel, durch Weckung der An-
teilnahme und der Aufmerk-
gamkeit usf. zu erzeugen. Zu der
B. in diesem Sinne gehören all-
gemeine und erblich begrindete
anlagemäßige Bestimmtheiten
formaler (z. 3. Temperamenis-
cigenschaften) und inhaltlicher
Art (Wertgerichtetheiten), wei-
ter aber zeitlich begrenzte In-
toressen, Dispositionen, Neigun-
gen und durch die leiblich-sce-
lizcche Gegamtverfassung be-
dingte Linstellungen.
Bergakademien, Hochschulen
mit der Aufgabe, den Nach-
wuchs für die höheren Berg- und
Hüttenberufe auszubilden, In
Deutschland bestehen die B.
Clausthal (gegr. 1775), Freiberg

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