Weinbauschulen
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Weltanschauung

Frankfurt (M.), Schulmann, war
Lehrerbildner und Dircktor der
Päd, Akademie Frankfurt a. M.
W. trat für eine zuchtvolle, auf
den deutschen Volkswerten anf-
bauende Schulerziehung ein,
Er ist der Begründer der Feh-
Jerkunde, unterguchte darin die
Bedingungen der PVehlsamkeit
und wies pozitiv die Wege für
eine Erzichung zu verantwort-
lichem, willentlichem und ſeh-
lerhafte Leistungen nach Mög-
lichkeit vermeidendem Ver-
halten. --- Schr.: Gegsehichto
der Pädagogik, 194119; Schul-
erziehung im Geiste von Pots-
dam, 1934; YVehlerverhütung
und Fehlervermeidung, 19209.
Weinbauschulen, auch Winzer-
gchulen, Yachschulen zur Aus-
und Weiterbildung von Win-
zern und zur zusätzlichen Aus-
bildung von Bauern und Land-
wirten auf dem Gebiete des
Weinbaus, Sie sctzen den Nach-
weis einer praktischen Tätigkeit
voraus und unterhalten ein- und
zweijührige Lehrgänge. W. be-
finden gich u. a. in Ahrweiler,
Berncaste)l, Kiltville, Kreuznach,
"Frier und Saarburg. > Garten-
baulchranstalten.
Weltanschauung, die persön-
licho Auffassung von dem Zu-
gammenhang und dem Sinn des
Seins ; im allgemeinen zunächst
das Bild von den Urprinzipien,
nach denen das Weltganze auf-
gebaut ist und das Geschehen
abläuft; im eigentlichen Sinne
die damit verbundenc, dem
Handeln zugrunde liegende
Werthaltung eines Menschen,
die zugleich Ausdruck geiner
spezifischen Art und Rasse ist.
Im nationalsozialistischen Sinno
bedeutet W,. daher den Inbe-
griff der aus der german.-deut-
schen Art erwachsenen Grund-
überzeugungen und Grundwer-
tungen, die gich auf das
deutscho Volk und desgen Yr-
haltung, Sicherung und EFEnt-
faltung als Sinnzentrum be-
ziehen,
Wirksame Menschenformung
igt an zwei Vorausgetzungen ge-
knüpft: 1. Ihre Grundlage bil-
det die Artgleichheit der in
einer erzicherigchen Gemein-
gchaft Stehenden. Sie kann
durch die gleiche Abstammung
gegeben gein oder aber durch
eine zielbewußte Auglesec er-
reicht werden, 2. Erst unter der
Bedingung diegsger Gleichartig-
keit entsteht gewöhnlich auch
eine innere Gleichgerichtetheit
und wird die EYrzichungsgemein-
gchaft zur Gesinnungsgemein-
gchaft, in welcher das Denken,
Empfinden und Handeln der
einzelnen Glieder durch gemein-
game Grundwerte und Ideale
und durch eine alle zusammen-
fassendoe weltanschauliche Hal-
tung geleitet wird.
Unter diesen beiden Beodin-
gungen wachsen im geschicht-
lichen Leben organische Zucht-
8ysteme und einheitlich ge-
prägte Menschentypen. Be-
kannto Beispicle aus der Ge-
gchichte gind die german. Ge-
folgschaſt, die altgriech. Polis,
das ma. Ritter- und Bürger-
tum und das preuß. Offizier-
korps. In der Gegenwart wird
erst durch den Nationalsozialis-
mus wieder ein einheitlicher
Typus auf der Grundlage ge-
meinsamer W. geformt.
Die Erzicehungsgeschichte der
neueren Zeit isb gekennzeichnet
durch den fortschreitenden Vor-
fall alter erzicherischer Ge-
meinschaften. Gleichzeitig aber

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