Diktat
DINTA

wie die Leibesübungen 80 auch
Lied, Schriftgut, Sitte, Brauch-
tum, Tanz, Spiel und Veier in
den Dienst der Gesamtorzie-
hung. -- Ztschr.: Volk und
Loibesübungen (seit 1935). --
1L.: H. J. Benecke, Das D. des
Reichsbundes ſür Leibesübun-
gen, Diss., 1938.
Diktat (von lat. vorgagen, dik-
tieren), Nachschriſt, Nicder-
gehrift, Mittel der Spracherzie-
hung, bes. der Rechtschreibung,
Dilthey, Wilhelm, * 19, 11. 1833
Biebrich (Rhein), | 1. 11. 1911
veis (am vchlern), Historiker
des deutschen Geisteslebens,
war geit 1882 Prof. der Philo-
Sophie in Berlin, In großange-
legten, Z. VP. unvollendeten Un-
terguchungen, die zugleich als
eino Geschichte der deutschen
Bildung aufgefaßt werden müg-
gen, beschricb D. die wichtig-
Sten Kpochen der deutschen
Geistesgeschichte von der Re-
formation bis zum 19, Jh,
Gleichzeitig versuchte er cine
methodische MNeubegründung
der Geisteswissenschaſten, ging
dabei auf das „Krlebnis“ und
das „„Versteben“ zurück und
stellie dieses in Gegengatz zu
den „erklärenden“ Verfahrens-
weisen der Naturwissenschaf-
ten. Als Grundwissenschaft be-
trachtete er die „,verstehende“
Psychologie, die im Unterschicd
za der zeitgenössischen Psycho-
Jogie von dem Lrleben Sgeoli-
Scher Zusammenhänge ausgehen
und diesge in ihrer „vHlruktur-
gesctzlichkeit“ erfassen Sollte.
Auch in der Pädagogik sah
D. eine Geisſeswigsenschaſt. Sie
leite ihre wissecnschaftliche Gel-
vung aus der erlebten Evidenz
des Bewußtscinszusammen-
hangs her. Ihre Grundbegriffe
wie Telecologie, Vollkommen-
heit, Norm oder Regel und
Kntwicklung Seien zugleich die
Unterscheidungsmerkmale zwi-
schen geistiger Welt und Natur-
ordnung. Auf der anderen Seite
unterstehe auch die Erziehung
den Gegetzen der Gegehichte
und ordne gich der Anfgabe
einer von den politischen Ziclen
her bestimmten nationalen Men-
schenformung unter. -- Die
ädagogische Bedeutung D.s
liegt in erster Linie in den An-
regungen, die er der geistes-
und bildungsgeschichtlichen
Vorschung gegeben hat. Seine
Vorderung, die Psychologie auf
das Verstchen zu gründen, hat
in der Volgezeit zu dem Aufbau
einer „„geisfeswisgenschaſtli-
chen“ Psychologie geführt.
vehr.: Einleitung in die Gei-
SteswisSSgenschaften, 1883; Ueber
die Möglichkeit einer allgemein-
gültigen Pädagogik, 1888 ; Idcen
zu einer beschreibenden und zer-
gliedernden Psychologie, 1894;
Dor Aufbau der geschichtlichen
Welt, 1910; Gesammelte Schrif-
ten (scit 1914, insbes. Bd. 9). --
1..: 0.1. Bollnow, D., 1936; W.
VKrxicben, Erlebnis, Verstchen
und geschichtliche Wahrheit,
1937.
DINTA, Abkürzung für Deut-
Sches Institub für Nationalsozia-
listisgche Technische Arbeits-
Schulung. Das D. wurde gegrün-
det 1925, i. J. 1933 der DAP.
eingegliedert und hat geinen
Pitz in Dügsgeldorf. ISs ist eine
Kinrichtung der Industrie zur
vSchulung der Betricbsführer,
Ausgestaltung der Werk- und
Betriebsschulen und Erzielung
nationalsozialistischen Gemein-
Schaftsgeistes in den Betrieben.
-> Arphold.

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