-Tofelrechnen - SEE - Tagebuch -/ 239 .
Multiplication: Man ſehe. die Factoren neben einander und zwiſchen ſie einen deut-
lichen Punkt. Bei mehrſtelligem Multiplicator iſt es zwar gleichgiltig für das- Reſultat,
mit welcher Ziffer die Multiplication beginnt, wenn nur die Einzelproducte richtig unter=
einander geſeßt werden, äber der verkürzten Multiplication mit Decimalbrüchen wegen ge-
wöhne man ſeine Schüler, in der Regel mit der höchſten Stelle des Multiplicator zu be-
ginnen. Hat man benannte Zahlen mit einem mehrſtelligen Multiplicator zu multiplieiren,
jo beginne inan mit der höchſten Sorte des Multiplicanten und zerlege die niederen Sorten
in bequeme Bruchtheile dex höheren. Z. B.:



824 Thlr. 18 Sgr. 8 Pf. 264. Diviſion: Man ſeße den Diviſor rechts
1648 vom Divpidenden und zwiſchen beide einen Doppel-
943% punkt (:), der „durch“ geleſen wird. Will man
> durchaus den Diviſor link8 ſeßen, ſo trenne
nm » . 1 . /,
"26. - 13 Sar -. ur M man Diviſor und Dividend durch einen ſenk-
5,28 == 6 Pf. == "/]s aus 3 Sgr. rechten Strich und leje ihn „in.“ Bei kleinen
116 = 2 „ = "ſa aus 6 Pf. Diviſoren iſt e8 auch zweckmäßig, Diviſor und
44 Dividend als einen ſormellen Quotienten in
217 701 ina S ' .'- , “
13,2 9 Bruchform zu ſchreiben. Bei der Ausführung

größerer Diviſionen ſchreibe man auf keinen Fall die Producte aus Quotient und Diviſor
hin. Iſt der Diviſor eine einſtellige oder eine kleinere zweiſtellige Zahl, ſo wird es keine
1867395 : 16
Schwierigkeit machen, auch die Reſte wegzulaſſen. Z. B.: 1167166“ E3 iſt bequemer,
den Quotienten unterzuſeßen. Oder ; 2 == 6245715. Iſt der Diviſor eine
-mehrſtellige Zahl, ſo ziehe man die öſterreichiſc 26374785 : 356 == 7408616356. Man ſpreche: 7. 62-42 4 5 = 47, 7. 5= 35

1494 8 +4 394+ 4548, 7. 821-4 452541
2305 == 26; ferner: 4. 6==24 4 0=24, 4. 5=20
169 4-2 22 4-3 25 20.
Flir die Verhältnißrehnungen wähle man nicht 34,7 = 10/0 in 1 J
die Proportionsform, ſondern, indem man ſtets von der 17.35 == 5%.
Mehrheit auf die Einheit und von der Einheit auſ die 1,735 =: 2 % == [10 aus 5.
Mehrheit ſchließt, bediene man ſich zur Gruppirung der 19,085 == 5*/2?/0 in 1 I.
Zahlen nach ihren Operationen (formellen Löſung) des ATTIL = „- m Jay = 1.
Bruchſtriches oder (wie in der Zinsrechnung) der einz 55 396. 5% % in 1%4 3
ſachen Gleichung. 3. B. ? Zinſen geben 347 Thlir. zu 2
5/2 % in 1%4 Jahre?
Tagebuch. Unter Tagebuch verſteht man mancher Orten das Penſabuch (ſ. d.), gleich-
viel ob Tage8= oder Wochenpenſen in demſelben eingetragen werden. Von ebenſo großer
Wichtigkeit, wie Bücher dieſer Art, ſind Tagebücher, die der Lehrer für ſich ſelbſt führt
und in denen Manches eingetragen werden kann, woſür die Penſabücher keinen Raum haben.
Dahin ſind zu rechnen Notizen über Fleiß und Betragen der Schüler, über beſonder8
auffällige Wahrnehmungen, die der Lehrer an einzelnen Schülern gemacht hat, Jdeen über
Stoff und Methode des Unterrichtes, wie ſie fich dem Lehrer oft während des Unterrichtes
ſelbſt oder bei der Vorbereitung auf denſelben aufdrängen u. dergl. Durch die Aufzeichnung
derartiger Notizen wird die Thätigkeit des Lehrers zu einer mehr bewußten, ihre Aufgaben
und Ziele, ſowie die Wege zu denſelben gewinnen im Bewußtſein des Lehrer8 an Klarheit
und Beſtimmtheit ; mancher Gedanke, der fruchtbare Keime für die ſpätere Thätigkeit in
ſich birgt, die nur des wiederholten Nach= und Durchdenken8 bedürfen, um zum Wachsthum
und zur Entfaltung zu gelangen, würde ohne ſolche ſchriſtliche Fixirung verloren gehen,
ohne die geringſte Frucht getragen zu haben. Eine ſtrenge Buchführung über den Ge-
dankenverkehr , bei der ebenſowohl Verluſte wie Gewinne einzutragen fein würden, würde
geeignet ſein, das Capital, mit dem der Lehrer zu wuchern hat, ebenjowohl vor größeren
Verluſten zu bewahren, wie durch öſtere Zinſenzuſc

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