978 Glaube. -- Glaunben3bekenniniß.
Die Beweiſe ſür die Wahrheit unv Nothwendigkeit des Chriſtenthums und
dex Kirche. Mainz 1863. Kirchheim. Preis 12 kr. In rein wiſſen:
I Apologie des Lhriſtenthums8, CECrſter Band in 2 Abtheilungen , . ent:
haltend: Der Bewei3 des Chriſienthums. Freiburg 1863. Herder. V9:
jen: Das Chriſtenthum und die Einſprüche ſeiner Gegner. Eine Apologetif
ſjür jeden Gebildeten. Freiburg 1863. Herder. Preis 3 fl. 30 kr, Die Un:
terjheidungslehren ſind ſehr lichtvoll und würdig behandelt in: Sulzer:
Wahrheit in Liebe, over Brieſe über KatholieiSmus und Proteſianti8nms,
Neue, unveränderte Auflage (eines älteren Werkes). Freiburg 1863, Herder,
== Daraus nun, daß alle erziehende Thäligkeit in vem Punkt ſich zu ver-
einigen hat, daß die Kinder zum Glauben geführt werden ſollen, geht
2) hervor, daß alle Schulen zu verwerſen ſind, in welchen die Religion
gar Nicht Gegenſtand des Unterrichts oder auch wohl Gegenſtand, aber
nur Fächgegenſtand, wie jeder andere Gegenſtand auch iſt. „Wie das Him-
melreich der Sauerleig iſt, der alles Mehl durchdringen ſoll, ſo iſt die Re-
ligion der Sauerteig für jeglihen Unterricht.“ Jede Schule iſt zu verwer-
Jen , die nicht auf einem beſtimmten, Kirche muß deßhalb gegen alle Communalſchulen (ſ. d. A.) und gegen jede
Schule proteſtiren, die niht ihrer Auſſi tung ſie nicht betheiligt iſt. Die Schule darf ſich nicht treunen vom Worte
Gottes und vom Hauſe Gottes, ſonſt 1rennt ſie ſich vom Reiche Gottes,
An jolchen nicht auf vem Boden ves Bekenntniſſes ſtehenden Schulen kaun
jich jedo< der Geiſtliche in ſoſerne betheiligen, als deſſen Thätigkeit ja
gerade da am nothwendigſten iſt, wo der Kirche keine Garantien gegeben
ſind, ja ex muß die Betheiligung daran ſuchen, da cs ſeine Pflicht iſt,
auch um die Schafe ſich anzunehmen, die draußen ſinv, und er das Recht
ver Ausübung de8 Lehramtes nicht aufgeben varf. Die katholiſchen Geiſt-
lichen in Holland begeben ſich veßhalb in bürgerlicher Kleidung in die Schule,
um Religionsunterric lichen den Eintritt in die Schulen unterſagt, die Regierung aber nur die
vſfiziell als Geiſtliche betrachtet, welche die geiſtlihe Amtstra (Nach einem Berichte in der katholiſchen Zeitſchrift Sion.)
Glanbensbefenntniß, Ablegung deſſelben. Wenn von vornherein
angenommen werden mUß, daß der Lehrer nicht bloß unterrichten, ſondern
auch durc) Mittheilung von Grundſäßen auf den Schüler wirken, deſſen
Geſinnung erleuchten und deſſen Herz bilden und veredeln helfen ſoll, ſo
verſteht es ſich von ſelbſt, daß dieſcs nur im Anſchluſſe an das kirchliche
Befenntniß geſchehen darf und mit Erfolg geſchehen kann. Denn die höchſte
Auſgabe eines Chriſten iſt, den Herrn im Glauben zu erfaſſen und ſeinen
Glauben im Leben auszuprägen. Dieſe Aufgabe wird ſonac< erfüllt, wenn
der Menſch am Ende eines glaubens8vollen und in der Liebe thätigen Lebens |
mit dem Apoſtel ſprechen kann: „I< habe einen guten: Kampf gekämpft,
meine Laufbahn vollendet und meinen Glauben bewahrt.“ (2 Tim. 4, 7.)
Wenn nun erwartet werden darf, daß der Lehrer ſelbſt als Chriſt ein
Lehen des Glaubens führt, ſo wird in ihm ſchon der Drang liegen, deſſen,
was ihm zur Seligkeit dient, auch Andere theilhaftig zu machen; er wird
darum in ſeiner erziehenden Thätigkeit ein Diener der Kirc hilfe deſſen, dem vorzugsweiſe das Gebot gegeben wurde: „Gehe hin und |
lehre, und halte vie Leute an, Alles zu halten, was ich befohlen habe.“ |
(Matth. 28, 19.) So war denn auch von Anfang an in der Kirche das Lehramt ſtet8 in den Händen der Diener der Kirche, und als
die Thätigkeit der Biſchöfe und Nrieſter nicht mehr hinreichte, bediente ſich

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