280 Glaubensbekenntniß.
Befähigungszengniß des Biſchoſes hat, anſtellen.“ Die Divceſanſynode vor
Köln 1662: „Kein Lehrer, Unterlehrer over Gehilfe darf als öſſentlichen
dder Privatlehrer auſgenommen werden, wenn er nicht ein Zeugniß über
jeinen Glauben, jeine Sitten und ſeine Kenntniſſe vorgewieſen und bei dem
Dijc oder wenigſtens dem Orts8pfarrer over deſſen Vicax einer Vrüfung ſich un-
terzogen hat und zum Nnterric Glaubensbekenntniß abgelegt hat.“ Nicht minder verlangten die Synoden
von Augsburg 1567 und 1610, daß der Lehrer vor ſeiner Anſtellung
das Glaubensöbekenntniß ablege: „Auf daß der der Milc< des katholiſchen Glaubens nicht das tödtliche Giſt der Keßerei
auf hinterliſtige Weije dur< Lehrer gereicht werde, befehlen wir, daß alle
Schullehrer das Glaubensbekenntniß nach der Formel des Papſtes Vius IV.
in die Hände des Dechanten oder Pfarrers ablegen, wie dies ſchon ehedem
auch angeordnet worden ijt.“ Synode von Namur 1604: „Keinem Leh-
rer joll die Leitung einer Schule übergeben werden, der nicht vorher das
Glaubensbekenntniß nach derſelben Formel , wie die Prieſter, abgelegt hat,
Dies iſt die Sache der Erzprieſter und Vſarrer.“ =- Nebſt dem Bekenntniß ihres
katholiſ Divbeeſan- Schulvorſchriften halten und ihrem Bilchofe und ihren Vorſtehern
Ehrerbietung und Gehorjam leiſten. Sv ſchreibt vie Synode von Culm
1605 vor: „Bei der Ablegung des Glaubensbekenntniſjes hat der Lehrer
auch das Verſprechen zu leiſten, dem jeweiligen Didceſan-Biſchof und ſeinem
Pfarrer Ehrerbietung und Gehorſam zu erweiſen,“ Die Synode von
Ypern 1577 verlangt: „Nur Lehrer, deren Lebens8wanvel erprobt iſt,
jollen angeſtellt werden und ſie jollen noch vorher das Glaubensbekenntniß
ablegen ; jodann ſollen ſie mündlich verſprehen, daß ſie bei vem Jugend-
unterrichte nur vom Drtspſarrer approbirte, keine8weg8 aber keßeriſche
oder unſittliche Bücher gebrauchen und vorleſen laſſen wollen; ſerner, daß
jie ihren Unterricht beginnen wollen mit vem Gebete des Herrn, vem eng-
lijh den Gebeten zur Minijiratur bei der heiligen Meſſe; und daß ſie, bevor
die Jugend in diejen Stücen hinlänglich unterrichtet iſt, nicht ven weiteren
Pnterricht beginnen,“ In gleicher Weiſe mußten auch die Lehrerinnen
und die Küſter, welche Unterricht gaben, das Glaubensbekenntniß
ablegen. „Die Dechanten hahen mit vem Ortspfarrer darauf zu ſehen, daß
die Lehrerinnen auch das Glaubensbekenntniß ablegen und alle die Lehrer
betreſſenden Vorſchriſten beobachten.“ Synode von Namur 1604. „Auch
die Küjter haben die Rroſeß zu leiſten, wenn ſie auch nur im Leſen und
Schreiben Unterricht ertheilen ſollten.“ Synode von Tournay 1661,
Man würde ſich aber jehr täuſchen, weun man glauben wollte, daß nur
die fatholij proteſtantiſche Kirche that dies in eben ſo hohem Grade, und zwar
um jo eher, als in der proteſtantiſchen Kirche die Lehrer nicht ſelten an |
die Stelle des Predigers ireten. No Lehrer in der Kirc jenkaſjel, wo der Geiſtlihe der Gemeinde das Schulamt noch ins-
beſondere als ein lir des vorigen ZFahrhunderts mußte jeder Lehrer in Württemberg die
formula concordiae unterſchreiben, in Sachſen: die Augsburgiſche Con-
ſejſion und den lutheriſchen Katechi8Smus und ſpäter die Viſitation8ar:
tifel, Aehnliche Verordnungen beſtanden in allen proteſtantiſchen Staaten
und beſtehen theilweiſe no<. Im Königreich Sachſen lautet in dem Ver-
pflichtungseipe der Lehrer eine Stelle hente no<: „I< ſchwöre, daß ich

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