610 Kinderſeytſorgp, == Kinderſpiele, ,
ſich an dieſen Tagen sleichſam in eine Kapelle. Alle Hausgenoſjen müſſe!
ins Intereſſe für den jungen Communikanten gezogen , zur Vorſicht gege!
ihn, zum Gebete für ihn ermahnt werden. Die feierliche Stimmung de
Commaniontage3s ſoll, dafür haben die Eltern zu ſorgen, mit dieſem nich
erlöſchen , ſie joll wenigſtens anch ihre Octav halten. Bleibt vas Kind be
ihnen, [jo iſt dies leicht zu bewirken dadur<, daß man es dieſe kurze Zei
täglih in die heilige Meſſe ſchi>t und auc< eine häusliche Dankſagungs:
andacht verrichtet, jowie daß man es zu einem recht ſtillen und zurüdgezo.
genen Verhalten beſtimmt. Auch werden die Eltern dem Kinde die Ausſich:
auf die re aber nach der -erſten Communion in einen Dienſt oder in die Lehre getreten,
jv mögen ihm die Eltern dringend einſhärfen , vie Gedanken und GEmpfin:-
DUnNGen ves Communiontages täglich zu erwe>en. Zugleich gehört es 5) in
den Jayon ihrer jeelſorgerlichen Pflichten, mit den Dienſtherrſhaften und
Lehrherren ihrer Kinder ſich dahin zu benehmen, vaß man dieſen zu den
Uebungen der Reliffon Zeit und Gelegenheit gibt und ſie dazu ermahnt,
Ob dies geſchehe, darüber haben ſich die Eltern Gewißheit zu verſchaffen.
6) Die Cltern ſollen ſich über ihre Kinder, gegen welche ſie oft in blinde
Liebe verfallen, mit vem geiſtlichen Seelenhirten beſprechen, ſein Urtheil
hören, jeine Rathichläge befolgen. Dies iſt ein Hauptmittel, um ſie in der
Kenntniß Gottes ihrer Kinder zu unterſtüßen. 7) Zu ven unter Nro. 4.
aufgeführten Acten der Religion gehört das Sakrament der Fixmung,
deſjen wir jeht erſt gedenken, weil ſich die elterliche Sorgfalt für die Be:
wahrung der Firmung3gnade auf einen ſehr weiten Lebenskreis des Kindes
ausdehnt. Zuerſt muß ihnen Alles daran liegen, vaß die Hinderniſſe des
würdigen Empfanges der hl. Firmung weggeräumt werden, oder noch beſſer,
daß ſolche Hinderniſſe gar nicht hervortreten. Demzufolge werden ſie von
ihrer Perſon und dem ganzen häuslichen Leben Alles ferne halten, was den
Glauben des Kindes ſchwächen vder trüben könnte, im Gegentheike Alle38
vortfehren, was denſelben beleben und ſtärken mag, in38beſondere häufige
Acte des Glauben3 mit dem Kinde vornehmen, mit Hohſchäßung die Gegen-
ſtände des Glauben38 behandeln, mit Ehrerbietung von den Objecten des
Glaubens reden und mit Begeiſterung von dem Glü>e ſprechen, das ihm
in der hl. Firmung zu Theil werde. Sie werden ſich ferner davon üÜber-
zeugen wollen, ob es zum Empfange derſelben gehörig vorbereitet ſei , und
zu diejem Cnde der öffentlihen Vrüfung anwohnen , welche der Geiſtliche
mit den Firmlingen hält. Sie werden als Firmpathen eine ſehr gläubige
und zuverläßige Verjon wählen. Sie werden ferner alle Vorkehr treffen,
daß ver Tag der Firmung durc< nichts entweiht werde. Von dieſem Tage
an jorgen die Eltern mit vervoppeltem Eifer, daß der Glaube ihres Kindes
keinen Schaden nehme, ſondern wachſe an Stärke und Feſtigkeit. Jhr gutes
Beijpiel, ihre Wachſamkeit wird dies zu Stande bringen, vorausgeſeßt, daß
ſie die göttliche Gnade dazu angerufen haben. --
Kinderſpiele. Allen Müttern iſt ver gleichſam inſtinktive Trieb eigen,
mit vem Säugling ſc träſte zu ween, zu pflegen und zu fördern. (Cs iſt wichtig, dieſe Normal-
Jpiele der erſten Kindheit pädagogiſc<; zu würdigen. Da liegt der hilfsbe-
dürſtige Säugling, die Mutter oder Wärterin erfaßt die Händchen und ſpielt
und ſingt „Patjche, vatſche Kuchen,“ oder das „Strampfelbein,“ oder „läng-
jveis , reuziweis „“ oder „ti - ta>,“ oder Verſtedſpiel „Gu - gu,“ oder
„Däumden und ein Pfläumchen,“ oder durch geſchiät verſchränkte Hände
bildet man an der Wand den Saiten des Häs man ahmt die Thätigkeit der Handwerker nah , ves Tiſchler3 , indem man

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