Konſonanten, =- Kopfrechnen, 43
Mampflaut m, Nennlaut n), Zitterlaut (x), Sauſelaute oder Säujelex
(1, 8, 3), Ziſhlaut oder Ziſher (1<) und 2) Stumme: Bebelaute (b, yp),
Blajelaute (w, h, v), Hauchlaute (hy, d), Gadlaute (j, g, k, q), Töüdtende
oder Stotterlaute (d, t, th), „irrig von Andern Halbziſcher genannt.“ =
WBbBinger hat verſchiedene Eintheilungen und Benennungen einzuführen
verſucht ; eigen ſind ihm die Bläſer (1, yh, HY, 3, ß). -- Edler (1847) hat
die bekannte Eintheilung nach den Organen, dann eine nach der Aehnlich-
keit der Töne: Sauſelaute (1, 3, ß), Sc Blaſelaute (w, v, f), Knalllaute (hb, p, d, t, g, h), Lalllaut (l), Zijhlaute
(4%, 19). -- Berthelt (1854). hat Helllaute und Dumpflaute für kleine
Kinder , emyſiehlt jonſt Stimmlaute und Mitlaute. -- Andere Namen, wie
Lippenbrummer, Kehljumjer, Zahnſchluß, Zungengaumenziſcher, Nebenzwei-
flangzeihen, ſind kaum der Anführung werth. -- Be&>er und ſeine An-
hänger ſtellen den Shmelzlauten die Shlaglaute gegenüber, die ſo
heißen, „weil fie mit einer j vorgebracht (der Sprachorgane gebildet) werden ,/“ was nicht von allen in
gleichem Maße gilt. Dieſe Eintheilung empfiehlt ſi< ſchon darum nicht,
weil ein gemeinjchaftlicher Eintheilung8grund fehlt, indem die Schmelzlaute
mehr nach ihrer Natur, die Sc tikulation) benannt ſind. Wer wird die Schüler in große und fleißige, die
Tage in kurze und warme eintheilen ? Uebrigens find die Freunde der
Schlaglaute (z. B. Meiſter und Grünewald) unter ſich nicht einig.
Kopfrechnen. Das Rechnen beſteht in einer geiſtigen Thätigkeit und
zwar einer ſolchen, die zunächſt aus der Anſchauung der Dinge die
Vorſtellung der Zahl abſtrahirt und mittelſt der gewonnenen
Zahlvorſtellungen zu neuen Zahlvorſtellungen fortſchreitet.
Das Rechnen iſt demnach ein Denken in und mittelſt der Zahl. Alles
Rechnen iſt jomit ein Denkrec dhne alle künſtlihen Hülfsmittel (Zeichen , Ziffer). Wie der Geiſt die ver-
ſchiedenen Mertmale der Dimge anſchaut und ſie zu einer Vorſtellung
(einem Begriſſe) verbindet, ſo ſieht ex auch darauf, wie oft gleichar-
tige Dinge vorhanden ſind und bildet ſich ſo die Vorſtellungen (Begriffe)
von Einheit und Zahl. Man hat dieſes Rechnen ohne alle äußeren
Hülſsmittel ein Ne nannt. Diejes Kopf- oder Denkrechnen iſt wohl bei jedem einzelnen Mens
j das frühejte, und gewiß war das Rechnen beim Volke in jener Zeit,
als es ſich höchſtens nur der Striche zu bedienen vermochte, mehr ein
Kopſ- oder Denkrechnen, als ſpäter, da ihm Ziffer und Formen gegeben
worden waren! Wer weiß auch nicht, wie ſehr das Denken in der Folge
beim Ziſferrec und wie mechanij< das Ziſfferrechnen (Tafel- oder ſchriſtlihe Rechnen)
behandelt wurde! Selbſt das Kopfrechnen ſank zu einem gedähtnißmäßigen
Zifferrechnen, das nur mittelſt vorgeſtellter Ziffer operirte, herab!
Auf dieje Weiſe entbehrte der Unterricht des ſo wichtigen Bildung 8-
mittels durc< die Zahl, und das Leben der Kunſtfertigkeit des
freien und wahren Rechnens. „Kein Gegenſtand, -= ſchrieb Dr. H. Ste-
ph ani (Ausführliche Anweiſung zum Nechnenunterricht in Volksſchulen
nach der bildenden Methode. Nürnberg, 1815) =“- wurde in unſeren Volks-
jhulen jhlechter behandelt, al8 das Rechnen. Der elende Mechanismus
hat das Rechnen zu einer todten Gedächtnißübung herabgewürdigt“ u. |. w.
Der PReſtalozziſhen Schule gebührt aber das Verdienſt, das wahre Denk-
rechnen wieder erweät und zu einem vorzüglichen Bildungsmittel entwielt
und erhoben zu haben,

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