418 Strophe, Ver8; Neim, »- Stuxm, Johoaumnes,
Poeſie viel jünger als die Alliteration und wahrſcheinlich durch die latej.;
niſche Kir land gekommen, oder doch wenigſtens mehr verbreitet. Zur Reinheit dey!:
Reime wird erſordert, zur Beſriedigung für Ohr und Auge: 1) Gleich.
artigkeit der Vocale (Güte: Blüte ; kleiden: meiden; nicht fliehen: glühc |
Freund: Feind); 2) Gleichartigkeit der Konſonanten (erreichen? gleichen |
Bank: Trank, nicht Klage: Sprache , lang: ſank, reden: beten) ; 3) Gleich:|
artigkeit der Sylbenquantität ; jelbſt hat: bat, Rath: matt, hart: Awu|'
jind zu tadeln. Jn Hinſicht auf die Sy'benzahl gebrauchen unſere Dichter]
1) männliche (ſtumpfe) Reime, wozu nur die lange Schlußſylbe eines Worteg|:
paßt (Nacht: gedäht); 2) weibliche (klingende), wozu nur trochäiſche Aus:
gänge der Wörter, minder gut zwei Wörter, paſſen (Munde: Wunde, nicht!
Auges: taug e8); 3) ſchwebende (Doppelreime) mit ſpondeiſchem Ausgang |
die jedoch jelten ſind (Giland: Heiland); 4) gleitende, auch nicht zahlreich]:
(ſterblichen : erblichen).
Stufenjahr, |. Altersſtufen.
Stufen des Unterrichts, ſ. Lehrplan.
EStundeuplan, ſ. Lektion8- und Stundenplan.
Sturm, Johannes, ward am 1. October 1507 zu Schleiden an der!
Eiffel geborew und erhielt ſeinen Unterricht in dex Schule der Hieronymia- |
ner in Lüttich. 1524 bezog er die Univerſität in Löwen, wo er ſchon na

drei Jahren jelbſt Vorleſungen hielt. Auch errichtete er mit Rudger Rescins |
eine Drucerei, ans welcher griechtiche Klaſſiker hervorgingen. 1529 ging
er nach Raris und ſtudirte dort Medicin, hielt aber zugleih Vorleſungen |
über Logik, interpretirte klaſſiſche Antoren und hatte in ſeinem Hauſe eine
Erziehungsanſtalt. 1537 fam er nach Straßbnra an die Seite jeines |
Namensvoiters Jacov Sturm, welcher Scholarc Stadtjhnien war. Er bob dieje Anſtaitl mit einem ſolchen Erfolge, daß |
Moximilian 11. derſelben die Privilegien einex Akademie verlieh. Von
1938--1583 war Sturm ihr Recior. So boch er hei Kaiſern und Königen
in Gnaden ſtand und ſoviel reiche und vornehme Schüler er hatte (er gilt
wie Melanchthon als pracceptor Germaniae), ſo konnte ihn dies doch nicht
gegen vie Ungunſt des Schielfals fchüßen. Er halte ſich in jungen Jahren
der Reformation zugewondt und die lutheriſchen Prediger waren es, auf
deren Vorſchlag er nach Straßburg berufon wurde. Allein Sturm hielt
zu ven Rejormirten und deßhalb wurde er nicht nur vielfältig angegriffen,
jondern auch am Ende ſeines Lobens aller feiner Aemter ontſeßt, fo daß !
er als 82jähriger Greis arm und blind am 3. März 1589 ſtarb. GStiurm |
hat ſich nicht allein um die Schule in Siraßburg verdient gemacht, ſondery
war auch die Urſache, daß in vielen andern Orten (gelehrte) Schulen ex- |
richtet wurden. Für Volksſ und Melanchthon, einen Sinn haben. An Sturms Vädagogik iſt vor Allem
hervorzuheben, daß er nicht nur auf Kenntniſſe, ſondern auch auf Fr öm- .
miglkeit drang. Weiter lag ihm vor Allem daran, jeinen Schülern Rede: |-
fertigfeit beizubringen. Auf dieſe Kunſt, ſich zierlich in der lateiniſchen |
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Sprache auszudrücen, hielt er ſoviel, daß man ihm ſogar den Vorwurf |
machte, er jei entdeutſ dazu bei die Schuldramen (ſf. d. A.) in Aufnahme zu bringen, indem er die |:
Luſtſpiele des Plautus und de8 Terenz von ſeinen Schülern in der Ur:
ſprache aufführen ließ, was man in jener Zeit mit dem Dringen auf !
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