Geſundheitspolizei. --- Görz -- Gradiska, --- Griechenland. 155
einander ab, doch halten alle an dem Grundſaß feſt, daß in den oberen Klaſſen
der Mittelſchulen die Zahl geringer ſein muß, als in den unteren. Jn
Baden darf ein Lehrer dauernd nicht mehr als 100 und nur in ſehr
erheblichen Fällen 130 Kinder unterrichten , wobei zu bemerken iſt, daß
in dieſen Fällen Halbtagsunterricht beſteht, mithin die Schüler geteilt ſind
(8 12 des Volksſchulgeſezes von 1868). In Preußen ſoll die Zahl der
Schüler nicht über 80 ſteigen, ebenſo nicht in Sachſen-Weimar, Koburg-
Gotha und Medlenburg-Sc Umſtänden zu, daß einem Lehrer bis zu 100 Kinder zum Unterricht zugewieſen
werden. Sachſen-Meiningen und Schaumburg-Lippe geſtatten nur
60 in einer Klaſſe zu vereinigen. Die Realſchulen und die Lateinſchulen ſind
in günſtigeren Verhältniſſen. Ju Medlenburg-Sc oberen Klaſſen einer Bürgerſchule höchſtens 50 Schüler ſein. In den Latein=
ſ in den Realſchulen Böhmens 50. Das öſterreichiſc 8 11 vom 14. Mai 1869: Die Zahl der Lehrkräfte an jeder Schule richtet
ſich nac< der Schülerzahl. Erreicht die Schülerzahl in drei aufeinanderfolgenden
Jahren im Durchſchnitte 80, ſo muß unbedingt für eine zweite Lehrkraft und
ſteigt die Anzahl auf 160, für eine dritte geſorgt und nach dieſem Verhältniſſe
die Zahl der Lehrer noch weiter vermehrt werden. In Elſaß-Lothringen
ſagt das Regulativ für die Elementarſhulen in 8 3: wo die Zahl der 1 pflichtigen Kinder mehr als 80 beträgt, find mehrklaſſige Schulen zu errichten.
Zn den Vorſchulklaſſen der höheren Lehranſtalten dürfen jedo drei unterſten Klaſſen nur 40 und in den oberen Klaſſen nur 30 Schüler mit
einander unterrichtet werden. (Verordnung vom 24. Juni 1883.) Wir ſehen,
daß wir no< weit von idealen Zahlen entfernt ſind. = Zur Litteratur.
Kuby, Dr. Mic Verhältniſſe auf dem Lande und in kleinen Städten. Für Berwaltungs5- und
Gemeindebehörden, Bautechniker, Arzte, Shulmänner und Eltern. Mit 14 lith.
Tafeln. gr. 89. Augsburg 1875, Rieger. X 2, -- Lohn, Dr. H., Die Sc häuſer und Scultij (62 S.). Breslau 1873, Morgenſtern. -4 1, 20 ce) Sehr angelegentlich be=
ſchäftigt ſih mit der Schulhygiene die deutſche Vierteljahrſhrift für öffentliche
Geſundheitspflege. Braunſchweig, Vieweg. Dieſelbe brachte j heutige Stand der hygieniſchen Forderungen an Schulbauten“ ; 1870 „Verſuch
eines Muſterſchulzimmers“ (I, S. 25) und „die Luft in Schulzimmern“ (UU,
S. 17), „Zur Schulgeſundheitspflege“ 1879 (X1, 425), „Zur Sc und Wohnungshygiene“ (1878 S. 265). Ferner: Rietſ über Sculheizung. Berlin 1880. Polyt. Buchhandl. 59 3. Es wird
darin die Notwendigkeit hervorgehoben, daß die Ventilation von der Heizung
getrennt werde, weil durFh die Trennung der beiden Anlagen nicht nur der
Effekt für geſicherter erſheint, ſondern auc< der ökonomiſ gefördert wird. Für Architekten: Neuere Schulgebäude. AusSgeführte und
projektirte Entwürfe in Faſſaden = Anſichten , Grundriſſen , Quer= und Durch-
ſhnitten, Detail3 2. Von Architekten H. Flügel, H. Müller, U. Hittenkofer.
Leipzig 1879, Scholze. A 5. Das Scweizeriſ Felix Narjoun, Architecte de la ville Paris, Les &coles publiques en
Suisse, Belgique, Hollande, France et Angleterre. 3 Bände ä A 6.
(Shw. S<.-A. 1880. Nr. 1.).
Görz -- Gradiska, ſiehe JUyrien.
Griechenland (Bd. I], 351) beſißt eine Bevölkerung von über 2 Millio-
nen Einwohnern bei einem Flähenraume von 67,000 qkm. oder 1218 qm.

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