182 Heſſen.
bürdungsfrage. Die Beſchlüſſe der letzteren lehnen ſich weſentlich an das
Straßburger Gutachten an. Die von erſterem aufgeſtellten Theſen |. im
Artikel : Geſundheit3pflege in der Schule und Überbürdung. -- Nach
den Mitteilungen der Zentralſtelle für Landesſtatiſtik gibt es im Großherzogtum
Heſſen 983 einfache Volksſ gelij in 913 ganz gemiſchte, 41 zum teil gemiſchte, 29 ganz getrennte. Nah den
Schulklaſſen gibt es: 581 ein-, 231 zwei-, 82 drei-, 42 vier-, 47 mehr=
klaſſige Shulen; davon find 533 ohne Sculgeld, 450 mit Schulgeld. An
dieſen Schulen wirken 2007 Lehrperſonen , die ſic< teilen in 1876 Lehrer und
131 Lehrerinnen. Die Zahl der Schüler beträgt 150,821, und zwar Knaben
74,945, Mädchen 75,876. -- Nac< dem Bekenntnis gibt es 102,696 evange-
liſche, 43,942 katholiſ Konfeſſionen an. Im Durchſ auf eine Schule 153 und auf eine Lehrſtelle 71,6 Schüler. Fortbildung8-
ſchulen gibt e8: 770 ein=, 77 zwei-, 25 dreiklaſſige. Die Schülerzahl der
Fortbildungsſ liſ<, 331 israelitiſch ; 196 gehören anderen Konfeſſionen an. Auf 1000 Ein-
wohner kommen: 24,3, auf eine Fortbildungsſ der Volksſhule 30,3 Fortbildungsſ richt5anſtalten beträgt 65. Nach dem Bekenntnis teilen ſich dieſelben
in 48 gemiſchte, 3 evangeliſche, 8 katholiſche, 6 israelitiſche; nac I Lehrperſonen iſt 343, und zwar 162 Lehrer und 181 Lehrerinnen; die
Zahl der Schüler und Schülerinnen beträgt 4936, davon ſind Knaben
1350, Mädchen 3586. Evangeliſch ſind 2076, katholiſch 1888, israelitiſ< 916,
56 gehören anderen Konfeſſionen an. = Erweiterte Volksſ es in Heſſen 14, und zwar 7 gemiſchte, 4 für Knaben, 3 für Mädchen. Die
Zahl der Schulkinder beträgt hier 3119; davon find 1460 Knaben, 1479
Mädden ; 2423 evangeliſcher, 461 katholiſcher, 108 israelitiſher, 127 anderer
Konfeſſion. Das Lehrperſonal beſteht aus 86 Perſonen; davon ſind 74 Lehrer,
12 Lehrerinnen. = An den 3 Schullehrerſeminarien des Landes
wirkten im ganzen 30 Lehrkräfte (Friedberg 14, Bensheim 9, Alzey, erſt 1880
errichtet, 7). Die Schülerzahl betrug am Anfang des Schuljahres 540 (Fried-
berg 312, Benöheim 159, Alzey 69). Während des Schuljahrs gingen ab im
ganzen 91, es verbleiben alſo no<ß 449. Nach der Konfeſſion teilten ſich jene
240 in 428 evangeliſche, 101 katholiſche, 11 is8raelitiſc der Eltern waren: Söhne von Lehrern 94; Söhne von Landwirten 279;
Söhne von Handwerkern 117; Söhne von Beamten 34; Söhne von Eltern
anderen Standes 16. Zum Seminar vorbereitet wurden: Jn den Präpa-
randenſ Lehrern 64, von Geiſtlichen 7, in Gymnaſien 7, in Realſchulen 65, in anderen
Lehranſtalten 27. Außerdem beſtehen no< 49 Handwerkerſhulen mit ungefähr
5827 Zöglingen. -- Eine den norddeutſchen Städten hauptſächlich nac richtung jind die Vorf Cintritt in das Gymaſium oder in eine Realſchule eingerichtet find. 1882 ſollte
der Landtag die Koſten hierfür auf den Staat übernehmen, lehnte e3 jedo doh nur die Städte einen Vorteil davon haben. Auf demſelben Landtage wurde
au< der Antrag auf Abſchaffung der obligatoriſchen Fortbildungsſhule und Ein-
führung der fakultativen geſtellt, da durch dieſe ein ungerechtfertigter Eingriff in die
Rechte der Familie, wie in die der Meiſter geſ den, der Beſuch dieſer Schulen zu vielen Rohheiten, ja zur Schädigung der Autorität
des Lehrers Anlaß gebe und den Gemeinden unverhältni8mäßige Koſten erwachſen.
Der Antrag wurde abgelehnt, 1884 erneuert, aber wiederholt abgelehnt. Zwar

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