Schweiz. 335
Jahresklaſſe 8885, auf die zweite 6860, die dritte 2969, die vierte 973,
höhere 444 Schüler. Das Lehrperſonal an den Sekundarſchulen beläuft ſic<
auf 1448, davon ſind genau 1000 Hauptlehrerſtellen (856 Lehrer, 144 Lehre-
rinnen) und 448 Hilfslehrkräfte (346 Lehrer, 102 Lehrerinnen). Von den
Lehrern gehören 958, von den Lehrerinnen 200 dem Laienſtande an ; Geiſtliche
wirken 244, Ordensglieder 14 männliche, 32 weibliche. Die Geſamtbeſoldung
dieſer Lehrkräfte beträgt jährlich 2,370,180 Fr. Die AuSsgaben beliefen ſich
für die 20,131 Sekundarſchüler der Statiſtik auf 2,136,514 Fr. oder 106 Fr.
per Schüler ; am niedrigſten ſteht das Verhältnis in Baſelſtadt (42 Fr. per
Schüler), am höchſten in Glarus (198 Fr. per Schüler). An die Summe der
jährlichen Aus8gaben , deren geringere Ziffer gegenüber der Beſoldungsſumme
ſiHh durc< Abrehnung der S erklären wird, trägt der Staat faſt die Hälfte bei, nämlic< 1,006,828 Fr.
ESqulgelder beſtehen allenthalben außer in Zürich , Luzern , (Obwalden), Zug,
Baſelſtadt, Innerrhoden, Aargau; ſie variieren von 5--100 Fr. per Jahr ; die
Zahl der Schulgeldbefreiungen beträgt 1984, wovon etwas mehr als die Hälfte
(994) auf den Kanton Bern fallen. An Stipendien werden erteilt 26,253 Fr. ;
davon kommen nicht weniger als 20,376 Fr. auf den ſchulgeldfreien Kanton
Zürich. Das Sculvermögen der Sekundarſchulen beläuft ſich (Jmmodbilien
inbegriffen) auf 9,077,720 Fr; es iſt ſehr ungleich verteilt: Uri 150 Fr.,
Zug 1000 Fr., Neuenburg 1,266,900 Fr., Zürich 1,286,869 Fr., St. Gallen
2,418,130 Fr. Die Statiſtik zählt 102 Mittelſ lern auf 31. März 1882 (9492 Knaben, 2093 Mädchen). Davon entfallen
auf Gymnaſien 5362 männliche, auf Jnduſtrieſ weibliche, auf Lehrerſeminarien 946 männliche, 310 weibliche, auf höhere
Mädenſ demiſchen Fachſchulen waren 1808 Shweizer immatrikuliert. Uri und
Innerrhoden figurieren nur mit 1 Studenten; Nidwalden mit 3; die höchſten
Zahlen haben natürlich die Univerſitätsfantone. Das Polytechnikum zählt
354 Schweizerſ Genf 242, die Akademie Lauſanne 64, die akademiſchen Fachſchulen in Luzern
und Freiburg 35. -- Zählen wir alles zuſammen, ſo beſteht die ſchulbeſuchende
Bevölkerung der Schweiz aus 516,835 Köpfen, nämlich 271,935 Sc<üler und
244,900 Scülerinnen und verteilt ſich folgendermaßen auf die einzelnen
Schulſtufen :

Männlich Weiblich Total
Primarſhule . . . . 218,191 215,889 434,080
Fortbildungsſhule . . 12,758 1,110 13,868
Sekundarſchule . . . 11,155 8,976 20,131
Mäitteljchule 9,452 2,133 11,585
Hohſhule . 5 2,858 104 2,962
Kindergarten . . =» » 10,864 11,242 22,106
Privatſhule . . . 6,657 5,446 12,103
271,935 244,900 516,835
Zur Litteratur: Hunziker, Dr. O., Geſchihte der ſchweizeriſchen
Volksſ Volksſc diation und Reſtauration). -& 6. 111. Bd. Die Entwikelung der ſtaat-
lihen Volksſc Urkantonen. 49. (31 S.) Bern, 1879, Stämpfli. Separatabdru> aus der
Zeitſchrift für ſchweizeriſche Statiſtik 1879. =- Ernſt, Geſchichte des Züricheri-
ſchen Volksſ 202 S.) Winterthur, 1879, Bleuler. A 2, 10 Z.

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