A.
Abbildungen. Das Bild nimmt im Geſamtunterrichte no< bei weitem
ni fultus und hat auch dagegen geſchrieben (Vogel, Dr. Aug. , Gegen den
Bilderkultus. Gütersloh 1875. 60 43), allein ein Übermaß von Wandtafeln
und Bildern, welches ebenſowenig zu rechtfertigen iſt, als die Manie, alle
Leſe - und Lernbücher illuſtrieren zu wollen , findet eben doch nur in ganz be-
ſonders günſtig geſtellten Schulen ſtatt und in gar vielen Gemeinden, deren
Verhältniſſe einen Mehraufwand erlauben würden, begegnen wir noch kahlen
Wänden, oder Wänden, an denen zerriſſene Bilder und beſtaubte Karten uns Aufſchluß
geben , wie es mit dem Unterrichte beſchaffen iſt. Die Urſache liegt eben oft
nicht in den ökonomiſchen Verhältniſſen der Schulgemeinde, ſondern in den
ſ zu überwinden ſind. Ein Bild nüßt nämlich nur dann, wenn e3 beſprochen
und zwar methodiſc< beſprochen wird. Hierzu gehört nicht blo8 eine Vorbe-
reitung von ſeiten des Lehrers, ſondern es nimmt die Beſprehung auch Zeit
hinweg, wes8halb mancher Lehrer fich zu ſehr beſchränkt fühlt und ſogar vor-
handene Bilder unbenüßt läßt. Allein auf dem Wege der Anſchauung zur
Erkenntnis zu gelangen, iſt ein zwar langjamer, aber ficherer Weg, und die ſo
gewonnene Erkenntnis iſt ein feſter Grund, auf dem fortgebaut werden kann.
(E3 lohnt fein Zeitaufwand ſich beſſer, als der, welcher der geordneten Be-
ſprehung von zwe&mäßigen Abbildungen gewidmet wird, weil an der An-
ſhauung zuglei<ßh das Denkvermögen, wie das Sprachvermögen geübt wird.
Von neu erſchienenen oder neu aufgelegten Bildern ſind nun insbeſondere hervorzu=-
heben : Religionslehre. Die Bilderbibel, 40 kolorierte Darſtellungen
des alten und neuen Teſtamentes (Freiburg, Herder) iſt 1882 in größerem
Papierformat (44 auf 50 cm) mit neuem, kräftigem Kolorit erſchienen (Preis
XA 14; das einzelne Blatt unkoloriert 30, koloriert 35 <.); unter den vor-
handenen Bilderbibeln immer noc< die brauchbarſte. Jm Auftrage des k. k,
Miniſteriums für Kultus und Unterricht ſtellte der Buc<-= und Kunſtverlag
von Eduard Hölzel in Wien 32 bibliſ zeihnungen von Ernſt Peßler in Wien. (In Olfarbendru> ausgeführt,
32 cm hoch, 42 cm breit, auf weißem Karton in Mappe oder auf ſtarken
Dedel geſpannt zum Aufhängen -X4 48. Einzelpreis pro Bild X& 2.) Sehr
ſchöne Bilder. Der Sündenfall und die Vertreibung aus
dem Paradieſe paſſen aber nicht für die Schule und ſollten durch
andere erſezt werden. Das Kolorit ſollte weniger dunkel gehalten ſein. Der
glänzende La>überzug iſt man richt. Für vorſchulpflihtige Kinder eignen fi insbeſondere: Bohnys8
neue8 Bilderbuch. Anleitung zum Anſchauen, Denken , Rechnen
und Sprechen für Kinder von 21/,--7 Jahren. Mit über 400 Figuren.
36 Tafeln und einer Zeichentafel. (11. Aufl. 1880. Eßlingen, Schreiber. 4 6.)
--“- Staubs8 Bilderwerk zum Anſ Buch für Haus und Schule. 4 Hefte mit 50 Doppeltafeln in Farbendru>k
und einem Anhange von Liedern, Erzählungen und Beſchreibungen. Zeich-
Rolfus, Ergänzungsband der Real-Encyklopädie. 1

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