Päpſtliche Schulen. --- Peſtalozzi. 397
er. eine Kommiſſion von 8 Männern unter dem Vorſize des Mſgr. Lenti,
Erzbiſchofs von Sida und Vizegerens von Rom eingeſeßt habe. Dieſe -Kom=
miſſion habe ſich zur ſpeziellen Aufgabe zu machen, ſich genau von dem
Stande der katholiſ formieren. Sie wird ferner unterſuchen, ob deren Zahl und Größe dem Be-
dürfniſſe und der Menge der zum Unterricht ſich anmeldenden Kinder ent-
ſpricht, welhe Schulen erweitert und wo neue eröffnet werden könnten, ſchließ-
lic Fürſorge dafür tragen, daß die Schulen tauglichen Lehrern anvertraut
werden, die mit erprobter guter Führung das Talent und die notwendige
Geſchiälickeit vereinen, um das Lehramt mit wahrem Erfolge auszuüben.
„MWeil die Erhaltung des Glaubens in Rom mit den Intereſſen der ganzen
katholiſ Schulweſens der Peterspfennig inſoweit verwendet werde, ſoweit die Bedürf-
niſſe der Geſamtkirc von 50,000 Franks aus, welc Stand der päpſtlihen bezw. der katholiſchen Schulen wird nun von den
öffentlichen Blättern berichtet: Rom hat bereit38 220 vom Staate unabhängige
Elementarſchulen mit ungefähr 18,000 Kindern, = mehr als die offiziellen
Staatsſchulen. Die Lehrer und Lehrerinnen gehören zum Teil geiſtlichen Kon-
gregationen, zum Teil dem Laienſtande an. Man hat in jüngſter Zeit auc<
katholiſche Normalſchulen zur Ausbildung von Lehrerinnen gegründet. In den
Knabenſc haben, ſowie zuverläſſige katholiſc worben haben. Auch höhere tehniſche Schulen ſind durc< die von Leo XU].
beſtellte Kommiſſion ins Leben gerufen worden, zwei Realſchulen zweiter Ord=
nung (Scuola technica) und eine höhere Realſchule (instituto technico).
Beſtalozzi (Bd. 111, 674). Um das Andenken Peſtalozzis zu ehren, die
Erinnerungen an denſelben ſtets wach zu erhalten und den Verehrern desſelben die
Möglichkeit zu gewähren , die perſönlichen und häuslichen Verhältniſſe, wie die
pädagogiſchen und ſchriftſtelleriſ wurde 1879 von der Permanenten Schulausſtellung in Zürich ein „Peſtalozzi-
ſtübhen“ gegründet, das ſich in denſelben Räumen im Frauenmünſter befindet,
und wo alles aufgenommen wird, wa3s eine Beziehung auf Peſtalozzi hat.
E3 befinden ſich dort außer einer Anzahl Porträts von Familienangehörigen,
Gehilfen und Freunden, Abbildungen der verſchiedenen Orte, wo Peſtalozzi
gewirkt hat, die verſchiedenen Ausgaben von deſſen Schriften, die Rechnungs-
und Kopierbücher von JIferten , ſowie eine große Anzahl Briefe von ihm und
an ihn, namentlich die Korreſpondenz mit Joſeph Schmid, Briefe von Fellen-
berg , Stapfer, Zſ Wilhelm von Humboldt, der Briefwechſel mit dem Miniſter Grafen von
Zinzendorf in Wien, der handſchriftliche Beri über das Inſtitut in Jferten, verfaßt von Pater Girard mit Handbemer=
kungen Peſtalozzis nebſt einer Sammlung von Familienbriefen. Der Eintritt
in das Peſtalozziſtübchen wie zur Permanenten Shulausſtellung iſt unentgelt-
lih. Seit 1880 giebt die Kommiſſion des Peſtalozziſtübhens auc< „Peſtalozzi-
blätter“ heraus, welche alles auf Peſtalozzi bezügliche zur Beſprechung bringen.
(Zürich, Meyer. Jährlih 6 Nummern A 2.) -- Noc< find zwei Jrrtümer
zu berichten, welche in den meiſten Biopraphien ſich vorfinden. Der Pfarrer
von Höngg, bei dem ſich Peſtalozzi oft aufhielt, war nicht der Vater der
Mutter, ſondern der Großvater väterlicherſeits und hieß Andreas Peſtaluz; er
ſtarb 1769. Ferner wurde Stans, wo Peſtalozzi ſich 1798 aufhielt, im
September dieſes Jahres arg von den Franzoſen verwüſtet, aber nicht
verbrannt. = Von den Schriften Peſtalozzis ſind erſchienen: Au3s

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.