Chile. -- China. 73
Staat jährlich 155,000 Frcs. Der Lehrplan für die 50 Zöglinge iſt derſelbe
wie für die Lyceen, do< kommen dazu noch militäriſche Übungen. Die Sc fahrtsſchule bildet Marineoffiziere aus durch Unterricht in der höheren Mathe=-
matik und den techniſchen Wiſſenſchaften der Seefahrt. Von den 22/5
Millionen Einwohnern konnten über ?/, Million Männer und nahe an
1/, Million Frauen leſen. Von den 26,635 Fremden ſind 4267 Engländer,
3314 Franzoſen , 1983 Jtaliener, 1233 Spanier und 1078 Deutſche.
Von der Staatseinnahme von 75 Näillionen Frcs. entfallen 5 Millionen auf
den öffentlichen Unterricht, wozu no< Zuſchüſſe aus den Gemeindekaſſen kom-
men. So berichtet die Päd. Rundſchau 1881, S. 47 ff., während fie je-
do< 1882, Novemberheft S. 5 bedeutend geringere Zahlen angibt und wie-
derum den Beweis liefert, wie unzuverläſſig unſere ſchulſtatiſtiſGen Nach-
richten find. Unter den Privatſchulen zeichnen ſich wieder die Ordensſchulen aus,
namentlich die Kollegien der Jeſuiten und der Bäter von der Picpuskongre=-
gation, welche mit Penſionaten verbunden ſind. Die Zeſuiten beſitzen ſeit 22
Jahren das Kollegium San Jgnacio in Santiago mit ungefähr 180 Zög-
lingen. Die Leitung befindet ſich in den Händen von ſpanijchen Patres, es
ſind aber auch Deutſche, auch ein Badenſer, darunter. Die Anſtalt der Picpus-
Patres zählt über 200 Zöglinge. Auch mit dem biſchöflihen Seminar iſt ein
Penſionat für Zöglinge verbunden, die nicht Prieſter werden wollen. Die
Hauptanſtalt iſt natürlich das ſtaatliche Instituto nacional mit 1000 Schülern,
wovon 200 Penſionäre ſind, und in welchem die Disziplin nicht beſonders gerühmt
wird. In Santiago haben die Dames au sacre coeur ein Penſionat mit
einer Lehrerinnenbildungsanſtalt ; es ſind Deutſche unter ihnen, wie überhaupt
das deutſche Element in den Kongregationen ſtark vertreten iſt, einmal weil es
in Süd-Chile viele Deutſche gibt, dann auch weil na; Aufhebung der Orden5-
niederlaſjungen in Deutſchland ſich vielen Mitgliedern dajelbſt ein willkommener
Wirkungskreis bot.
China. (Bd. 1, 374.) Über das Schulweſen dieſes ungeheueren Landes,
welches ohne ſeine noch größeren Nebenländexr a Deutſche Reich iſt, kommen bei der großen Abgeſchloſſenheit gegen die Fremden nur
wenige und unzuverläſſige Nachrichten zu uns und dieſe meiſtens nur aus den
Küſtengegenden. Zur Crgänzung und teilweiſen Verbeſſerung fei bemerkt: Die .
Anſicht, daß die ben und iſt man bis zu 50,000 herabgeſtiegen, ja man hat gefunden, daß das
neueſte kaiſerliche Lexikon nur 43,960 enthält. E35 ſollen nicht nur drei ge=
lehrte Prüfungen, ſondern vier zu beſtehen fein, um zu den höchſten Würden
zu gelangen, und wird der, welcher dieſe vierte und ſ in die Akademie der Wiſſenſchaften aufgenommen. Das Beſtehen der drei erſten
Prüfungen erwirkt die Noten 1 Siu-tſai = keimendes Talent, 2 Ku-jin
= beförderungsfähig, 3 Tſinnu-ſ macht übrigens troß der vielen Prüfungen keine Fortſchritte und zwar aus dem
einfa und alle Abweichung verpönt iſt. = Die 900, nach anderen nur aus 410 einſilbigen Wörtern. Nun gibt es aber viel
mehr Dinge, über die wir ſprechen wollen , als 410. Da hilft ſich nun der
Chineſe. Er ſchiebt in alle ihre Wörter noZ ein h ein, und je nach
der Stellung, die dieſes h im Worte einnimmt, und je nach der
Höhe und Tiefe der Stimme, womit das Wort ausgeſprochen wird, hat das-
jelbe eine andere Bedeutung. Ein Beiſpiel wird die große Shwierigkeit er-
tlären. Ein vder tiefer ausſpricht, bedeutet e8: „helfen“, „binden“, „gehen laſſen“, „Zim-
mer“, „Keule“. Nun wird ein h hineingeſchoben, und es lautet Phang ; nach

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