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eine Probe auf meinen künſtleriſchen Beruf überhaupt
gelten. Könnte ich ein Urteil der Jury erringen, daß
meine Arbeit Ihrem Atelier Ehre mache, jo wäre mein
höchſter Wunſch dabei erfüllt !“.
„Gut!“ ſprach Rauch feſt. „So melden Sie Jhre
Bewerbung an.“
Rietſchel ging froh gehoben davon, unbekümmert
um den Verdruß der älteren Eleven Rauchs, die in
ihrer Überhebung „die Keckheit des Anfängers“ mit
allerlei ſpöttiſchen Bemerkungen geißelten. Anders ur-
teilte Thäter. „Sei Du ganz getroſt! Mögen ſie Dir
in techniſcher und praktiſcher Hinſicht überlegen ſein, in
geiſtiger, alſo in wahrhaft künſtleriſcher Erfaſſung der
Aufgabe wirſt Du keinem nachſtehen, und wenn Du auch
keinen Sieg erringen ſollteſt, das Streben nach dem
Ziel iſt das eigentlih Erhebende und Wertvolle und
muß Dir auf alle Fälle genügen!“
„Es wird mir hierbei, wie in allen anderen Dingen
genügen!“ ſprach Rietſchel froh und mutig. „Gleich mox-
gen fange ich an.“
Von allen, die ſich zur Bewerbung gemeldet, war
als Befähigungsnachweis überhaupt zunächſt ein Probe-
aft zu liefern. Rietſchel war in der vorgeſchriebe-
nen Zeit mit ſeiner Arbeit fertig und hatte die hohe
Genugthuung, daß- er auf dieſe hin einer der vier für
die eigentliche Bewerbung Ausgewählten wurde! Mit
Ziemſſen, Rietſchel. 5

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