126 Amtlicher Teil
Norwegen:
die Länder und Provinzen:
Baden, Mecklenburg, Pommern;
die Städte: Berlin, Bremen, Groß-
Hamburg, Hannover, Kiel;
Dänemark:
die Brovinzen: Hannover, Weſtfalen.
Die Anträge müſſen den Austauſchleitern bis
jpäteſtens 25. April 1939 vorliegen.
Soweit erſorderlich, iſt den am deutiſc Austaujg teilnehmenden Schülern und Schüle-
rinnen der notwendige Sonderurlaub zu gewähren.
Dieſer Erlaß wird nur im RMinAnmisbl.
Dtſch Wiſſ. veröffentlicht.
Berlin, den 7. Februar 1939.
Der Reichsminiiter
ſür Wiſſenſchaft, Erziehung und Volksbildung.
Im Auftrage: Mentzel.
An die Unterricht3verwaltungen der Länder (außer
Preußen) einſc fommißſſar für das Saarland in Saarbrücken und
die Herren Oberpräſidenten (Abteilung für
das Höhere Schulweſen). = WT5028 EK Ila,
(RMinAmtsblDtſchWiſſ. 1939 S. 125.)
103. Neufaſſung der Reichs-Habilitations-
Ordnung.
Dur Runderlaß vom 13. Dezember 1934 -- R
VI 730. 1. -- (RMinAmtsblDtſ habe ich für die Hochſchulen des Deutſchen Reiches
einheitlihe Beſtimmungen für die Habilitation
und den Erwerb der Lehrbefugnis erlaſſen. Sowohl
die wirtſchaftliche Lage und der Mangel an Hoch-
ſchullehrercnac vereinigung Öſterreichs und der ſudetendeutſchen
Gebiete mit dem Reich eingetretenen Verhältniſſe
machen indeſſen eine Änderung dieſer Beſtimmungen
erforderlich. I< habe mich deshalb entjc die Reich8-Habilitation8-Ordnung in der beiliegenden
Neufaſſung in Kraft zu ſeßen.
Neben einer Abfürzung des Verfahrens bringt
die Neuordnung eine wirtſchaftliche Sicherſtellung
des Hochſchullehrernac Dozenten künftig mit der Verleihung der Lehr-
befugnis in das Beamtenverhältnis berufen, d. Hh.
außerplanmäßige Beamte auf Widerruf werden.
Die Möglichkeit der Gewährung laufender Bezüge
iſt durch das mit Wirkung vom 1. Oktober 1938 in
Kraft getretene Geſeb über die Beſoldung der
Hochſchullehrer vom 17. Februar 1939 (RGBl. I
S. 252) geſchaffen. Wegen des Verſahrens bei
Gewährung von Diäten verweiſe ich auf die zur
Durchführung des Hochſchullehrerbeſoldungsgeſeßes
ergehenden Erlaſſe.
Für die Beendigung des Beamtenverhältnijjes
der Dozenten und außerplanmäßigen Profeſſoren -
gilt Abſchnitt VII des Deutſchen Beamtengeſeßes.
Um rechtzeitig entſcheiden zu können, ob ein Dozent
oder außerplanmäßiger Profeſſor auf Grund von
8 76 Abſ. 2 DBG. in den Ruheſtand zu verjeßen
oder nach 8 61 a. a. O. zu entlaoſijen iſt, erſuche
ich, mir bereits zu Beginn des Semeſter3, das dem
Halbjahr vorausgeht, in dem der betreffende Dozent
oder außerplanmäßige Profeſſor das 65. Lebens-
jahr vollendet, zu berichten. Dabei iſt zu der Frage
Stellung zu nehmen, ob es angebracht erſcheint,
daß dem Betreffenden von mir ein Dant aus8-
geſprochen wird. Ferner iſt gegebenenfalls ein
Entwurf über die Berechnung der BVerjorgungs-
bezüge beizufügen. Die Runderlaſſe vom 21. Januar
1937 -- W 1a 997/36 (b) -- fowie vom 13. Juni
1938 --- WA 1274 -- find inſoweit überholt.
Zuſatz für Öſterreic“ und die Landwirti in TetſGen-Liebwerd:
Sollten dex Durchführung der Reich8-Habili-
tation8-Ordnung dort noch geltende geſeßliche Be-
ſtimmungen entgegenſtehen, fo erfuche ich, mir
hierüber zu berichten.
Berlin, den 17. Februar 1939.
| Der Reichsminiſter
für Wiſſenſchaft, Erziehung und Volksbildung.
Ru it.
An die Herren Vorſteher der nachgeordneten Dienjt-
ſtellen der Preußiſchen Wiſſenj die Unterrichtsverwaltungen der Länder mit
Hochſchulen (einſchl. Öſterreich) und die Land-
wirtſchaftliche Hochſchule in Tetjchen-Liebwerd, --
WA 2920/38 Z II a (a).
(RMinAmtsblDtſch Wiſſ. 1939 S. 126.)
*
Anlage.
Reic<ßs= Habilitations-Ordnung.
(Erwerb de3 Dr. habil. und der Lehrbefugnis an den deutſchen
wiſſenſchaftlichen Hochſchulen.)

1, Habilitation.
8 1,
| Dr. habil.
Durch die Habilitation erlangt der Bewerber
den afademiſchen Grad eines habilitierten Doktors
oder Lizentiaten ſeines Faches. Ex iſt berechtigt,
dem von ihm geführten Doktorgrad den Zuſaß
„babilitatus“ (abgefürzt „babil“) anzufügen (z. B.
Dr. med. babil., Lic. theol. habil.).
8 2,
Vorausſetzung für die Verleihung.
Der Grad des habilitierten Dottors8 wird auf
Grund einer wiſſenſchaftlihen Arbeit und einer
wiſſenſc

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