Amtlicher Tei! 207
gleichberechtigt; es befähigt aber im beſonderen
Maße für das künſtleriſche Studium. Beſondere
- Erleichterungen erhalten die Inhaber dieſes Reiſe-
zeugmiſſes bei dem Studium an einer Hochſchule
für Lehrerbildung, einer Hochſchule für Muſik
und Muſikerziehung.
2. Das Muſiſche Gymnaſium wird in der
Form einer achtklaſſigen höheren Vollſ enger Anlehnung an den Lehrplan einer Ober-
ſchule für Jungen eingerichtet, die eine 3. und
- 4. Grundſchulklaſſe al8 Vorſtufe erhält. Mit dem
Muſiſchen Gymnaſium iſt ein Schülerheim ver-
bunden, in dem alle Schüler untergebracht werden.
Das Schulgeld beträgt monatlich 20 RM, das
Koſtgeld 50 RM. Für Wäſche, Kleidung und
Lernmittel haben die Eltern der Schüler zu ſorgen.
Bedürftige Schüler und Jungen aus kinderreichen
Familien erhalten Schul- und Koſtgeldermäßigungen
bis zu ganzen Freiſtellen nach den für die öffent-
lichen höheren Schulen geltenden Beſtimmungen.
3. Das Muſiſche Gymnaſium wird am 1. Juli
1939 in Frankfurt a. M. mit der 3. und 4. Klaſſe
der Grundſchule und mit den erſten drei Klaſſen
der Oberſchule für Jungen eröffnet. Für die
Aufnahme kommen nur ſolche Jungen aus dem
3. und 4. Grundſchuljahr und aus den erſten drei
Klaſſen von Oberſchulen für Jungen in Betracht,
die muſikaliſch außerordentlich. begabt ſind und in
ihren körperlichen und unterrichtlichen Leiſtungen
- erheblich über den Durchſchnitt hinausragen. Die
Jungen müſſen erbgeſund, frei von anſte>enden
Krankheiten und Gegen die politiſche Zuverläſſigkeit der Eltern
oder Erziehungsberechtigten dürfen keine Zweifel
beſtehen.
4. I< erſuche, mir ſpäteſtens bis zum 1, Mai
1939 die Namen derjenigen Schüler mitzuteilen,
die zum Beſuch der Klaſſen, die ih am 1. Juli
1939 am Muſiſchen Gymnaſium einrichte, bereit
und befähigt ſind. Die Namen dieſer -Schüler
ſind mr auf beſonderen Liſten, getrennt nach
Klaſſen, nac Dex angegebene Termin iſt unbedingt einzuhalten.
Fehlanzeige iſt erforderlich.
5. Der Lehrkörper beſteht aus zwei Volksſchul-
lehrern und einer Anzahl von Studienräten und
Studienaſſeſſoren, die die Lehrbefähigung für
Muſikerziehung beſißen, ſich bereits in ihrer Tätig-
keit an einer öffentlichen höheren Schule und im
Dienſte der völkiſchen Muſikerziehung aus8gezeichnet
haben und möglichſt ſelbſt durch ſchöpferiſche Arbeiten
auf muſikaliſchem Gebiet hervorgetreten ſind. Die
Lehrkräfte werden Beamte der Stadt Frankfurt a. M.
Bewerbungen von Lehrkräften, die dieſen An-
forderungen entſprechen, ſind auf dem Dienſtwege
vorzulegen; ihren Geſuchen ſind die VPerſonal-
akten und ein ausführliches Gutachten Über ihre
Geſamtperſönlic zufügen, in dem ins8beſondere zu der Frage
Stellung genommen wird, ob der Bewerber für
die vorgeſehene Aufgabe. uneingeſchränkt emp-
fohlen werden kann
Weitere Ausführungen über Aufgabe und Ge-
Faltung des Muſiſchen Gymnaſiums werden im
nichtamtlichen Teil
öffentlicht.
Muſter des vorzulegenden Verzeichniſſes.
des nächſten Heſtes ver-


, Angabe | Anzahl| Angabe der
Anſchrift des des der | Schule und
Erziehungs3- ungefähren Re Fa le
iG in- wi- | der iler
verechtigien kommen3 | ſter beſucht
Name und
Vorname
des Schüler38





Berlin, den 27. März 1939.
Der Reichsminiſter
für Wiſſenſchaft, Erziehung und Volksbildung.
In Vertretung: Zſc An die Herren Oberpräſidenten (Abteilung für
höheres Schulweſen), die Herren Regierungs-
präſidenten, die Unterrichtsverwaltungen der
Länder und den Herrn Stadtpräſidenten der
Va ptſtadt Berlin. =“ E Ulle 656 EHE 11,
3).
(RMinAmtsblDtſchWijj. 1939 S, 206.)
172, Aufnahme in das Fridericianum in Davos,
In dem Fridericianum in Davo3, einer amtlich
anerkannten, zur Hochſchulreife führenden deutſchen
Auslandösſchule, werden demnächſt vorausſichtlich
einige Reichsfreiſtellen für Schüler frei. In Frage
kommen nur ſolche deutſchblütigen Schüler, deren
Aufenthalt in Davos wegen ihres Geſundheits-
zuſtandes erwünſcht iſt und die nach ihren eigenen
Leiſtungen und nac hältniſſen ihrer Eltern berücſichtigt zu werden
verdienen.
Anträge ſind mir auf dem Dienſtwege über
den Leiter der höheren Schule und den zuſtändigen
Oberpräſidenten (Abteilung für höheres Schul-
weſen) oder die zuſtändige Unterricht3verwaltung
mit ihrer Stellungnahme und den erforderlichen
Unterlagen vorzulegen.
Berlin, den 31. März 1939,
- Der Reichsminiſter - . |
für Wiſſenſchaft, Erziehung und Volksbildung.
Im Auftrage: Ehrlicher.
Bekanntmachung. -- E III f 904,
(RMinAmtsblDitſchWiſſ. 1939 S. 207.)
173. Angleihung der Ausbildungs-
beſtimmungen für das Lehramt der Land»
wirtſhaft und der landwirtſchaftlichen
Haushaltungskunde,
Im Anſc 1938 -- W J3 5020 WU, WBR, Z Ila -- (RMin.-
Amts8blDtſchWiſſ. S. 548) beſtimme ich, daß ab
1. Oktober 1939 die pädagogiſche Ausbildung der

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