390 Amtlicher Teil

I< gebe dies mit dem Erſuchen bekannt, alle für
das Prüfungsamt beſtimmten Einzahlungen aus-
nahmslo38 an dieſes Konto zu richten.
Berlin, den 12. Juni 1939.
Der Reichsminiſter
für Wiſſenſchaft, Erziehung und Volksbildung.
Im Auftrage: Krümmel.
An die Herren Direktoren der preußiſ außerpreußiſchen Hochſchulinſtitute für Leibes-
übungen -- unmittelbar --, die Herren preußiſchen
Univerſitätskuratoren, die Univerſitätskuratorien
in Frankfurt a. M. und Köln, die Herren Rektoren
der Techniſ Hannover, den Herrn Rektor der Bergakademie
in Clausthal-Zellerfeld, das Kuratorium der
Mediziniſchen Akademie in Düſſeldorf, den Herrn
Direktor der Reichsakademie für LeibeSübungen
in Berlin-Charlottenburg, den Herrn Reichs8-
kommiſſar für das Saarland in Saarbrücden,
die Herren Oberpräſidenten (Abteilung für höheres
Schulweſen), die Herren Regierungspräſidenten
und den Herrn Stadtpräſidenten der Reichs8-
hauptſtadt Berlin (Abteilung UU und 11) in
Berlin. -- Abſchrift zur Kenntnis und weiteren
Veranlaſſung an die Unterrichtsverwaltungen
der Länder (außer Preußen), den Herrn
Reichsſportführer in Berlin-Charlottenburg, den
NS.-Reich8bund für Leibesübungen in Berlin-
Charlottenburg, den Reichsverband Deutſcher
Turn-, Sport- und Gymnaſtiklehrer E. V. in
Berlin W 15, Joachimstaler Straße 10 111, und
den Herrn Vorſidenden des Prüſfungsamtes
für Lehrer und Lehrerinnen der körperlichen
Erziehung. -- K I 8130/15, 3.39 1 211,
(RMinAmtsblDtſchWiſſ. 1939 S,. 389.)

364, Feueranzünden im Walde,
In Ergänzung meines Runderlaſſes vom
4, März d. 38. -- K 11 9252/3, 2. 39 E Ila,
E III a -- (RMinAmtsblDtſch Wiſſ. S. 183) weiſe
ich zuſammenfaſſend no< beſonders auf die geſeß-
lihen Beſtimmungen über die Verhütung und
Bekämpfung von Waldbränden hin und erſuche,
die Lehrkräfte und die Schüler (Schülerinnen) in
geeigneter Weiſe mit dieſen Beſtimmungen bekannt
zu machen:
StrGB. 8 3103:
Wer Wald-, Heide- oder Moorflächen durch
verbotenes Rauchen oder Anzünden von Feuer,
durc< ungenügende Beaufſichtigung angezündeten
Feuers, durch Fortwerſen brennender oder
glimmender Gegenſtände oder in ſonſtiger Weiſe
in Brandgefahr bringt, wird mit Gefängnis bis
zu drei Monaten und mit Geldſtrafe oder mit
einer dieſer Strafen beſtraſt.
StrPrO. 8 127 Abſ. 1:
Wird- jemand auf friſcher Tat betrofſen oder -
verfolgt, jo iſt, wenn er der Flucht verdächtig iſt
oder ſeine Perſönlichkeit nicht ſofort feſtgeſtellt
: werden fann, jedermann befugt, ihn auch ohne
richterlichen Befehl vorläufig feſtzunehmen.
Verord S der Wälder,
Ga Beine (NOBLE 700002777 Moore und Heiden
S 1. .
(1) Bei Wald-, Moor- und Heidebränden ſind
neben den Feuerwehren alle geeigneten Perſonen
unaufgefordert zur Hilfeleiſtung verpflichtet. |
(2) Wer im Walde, auf Moor- oder Heide-
ſläßen oder in gefährlicher Nähe ſol ein Schadenfeuer wahrnimmt, iſt verpflichtet, es
. ſofort zu löſchen, ſofern er hierzu ohne erhebliche
eigene Gefahr in der Lage iſt.
(3) Vermag er das Feuer nicht zu löſchen
oder erſcheint ein Löſchverſuch ohne Hinzuziehung
weiterer Hilfskräfte von vornherein ausſichtslos,
jo iſt auf dem ſchnellſten Wege eine Forſt- oder
Feuerlöſ nachrichtigen.
- (4) Bemerken mehrere PBerſonen gemeinjam
ein Schadenfeuer, ſo muß eine ſofort Meldung
machen, die übrigen haben unverzüglich mit Löſch-
verſuchen zu beginnen.
(5) Konnte das Feuer ohne Beteiligung einer
der genannten Dienſtſtellen gelöſc nachträglich von dem Brande und ſeiner Löſchung
unverzüglich Anzeige zu erſtatten.
8 2.
Es iſt verboten, in Wäldern oder auf Moor-
oper Veideflächen oder in gefährlicher Nähe ſolcher
ebiete
2) offenes Feuer oder Licht mit ſich zu führen,
b) brennende oder glimmende Gegenſtände fallen
zu laſſen, fortzuwerfen oder unvorſichtig zu
handhaben,
ce) ohne Genehmigung der unteren Forſtaufſicht3-
behörde Anlagen zu errichten, mit denen die
ſtändige Unterhaltung einer Feuerſtelle ver-
bunden iſt, ſofern hierfür nicht anderweit eine
beſondere behördliche (z. B. bau-, gewerbe-
polizeiliche) Genehmigung vorgeſchrieben iſt,
d) 1. ohne Genehmigung der unteren Feorſt-
aufſichtsbehörde Kohlenmeiler zu errichten,
2. Kohlenmeiler anzuzünden, ohne zuvor dem
Grundeigentümer oder Nußungsberechtigten
der gefährdeten Wald-, Moor- oder Heide-
flächen hiervon Anzeige gemacht zu haben,
3. brennende Kohlenmeiler unbeaufſichtigt zu
laſſen, |
4. aus Meilern Kohlen auszuziehen oder ab-
zufahren, ohne ſie zuvor gelöſcht zu haben,
e) im Freien oder in Räumen ohne ſeuerbeſtändige
Umfaſſungen, ohne eine ſchriftliche Erlaubnis
des Grundeigentümer8s oder Nußungs-
berechtigten mit ſich zu führen, Feuer an-
zuzünden oder das geſtattetermaßen an-
gezündete Feuer unbeauſfſichtigt zu laſſen,

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