38 Amtlicher Teil

Dieſer Erlaß wird nur im RMinAmtsbl.
Dtich Wiſſ. veröffentlicht.
Berlin, den 20. Dezember 1938.
Der Reichsminiſter
ſür Wiſſenſchaft, Erziehung und Volksbildung.
Im Auftrage: Heering.
An die Herren Regierungspräjidenten und den
Herrn Stadtpräſidenten der Reichshauptſtadt
Berlin (Abteilung für Beruf8s- und Fachſchul-
weſen). -- BE IV ce 6154,
(RMinAmtsblDtſchWiſſ. 1939 S. 37.)
29. Praktiſch-pädagogiſches Jahr der Gewerbe-
und Handelslehramtskandidaten.
Die Verhältniſſe bedingen, daß die Kandidaten
zu jedem Zeitpunkte, alſo unabhängig von den im
Erlaß vom 11, März 1935 --- EK 1V 2553/35 ---
(RMinAmtsblDtſc Zeitpunkten, das praktiſch-pädagogiſche Jahr an-
treten. Es iſt daher auc; nicht möglich, das
praktijch-pädagogiſche Jahr mit Abſchluß eines
Schuljahres beendet ſein zu laſſen.
- ZP beſtimme hierdurc<, daß jeder Kandidat
ein volles Jahr (3. B. 25. Mai 1938 bis 24. Mai
1939) abzuleiſten hat. Seitens des die Ausbildung
leitenden Regierungspräſidenten iſt darauf Bedacht
zu nehmen (Probearbeit und Beſichtigung), daß
den Kandidaten die Beſcheinigung Üüber den exr-
folgreichen Abſchluß des praktiſch-pädagogiſchen
Jahres am Tage der Beendigung des Ausbildungs-
dienſtes ausgehändigt wird.
Berlin, den 7. Januar 1939.
Der Reichs- und Preußiſche Miniſter
für Wiſſenſchaft, Erziehung und Volks8bildung.
| Im Auftrage: Heering.
An die Herren Regierungspräſidenten und den
Hertin Stadtpräſidenten der Reichshauptſtadt
Berlin (Abteilung für Beruſ8- und Fachſchul-
weſen) in Berlin. -- EB IV 6 6296/38.
(RMinAmtsblDtichWiſſ. 1939 S. 38.)
30, Ausbildungslehrgang für Hauswirtſchafts2»
Lehrerinnen an ländlichen Berufs- und Volks-
ſchulen.
Der Auſbau des ländlichen Berufsſchulweſens
erſordert, wenn nicht Laienlehrfräfte den Unterricht
übernehmen ſollen, die Fortführung der auf Grund
meines Erlaſſes vom 23. Februar 19837 -- UK V
666 --- eingerichteten Lehrgänge zur Ausbildung
von Hauswirtſchaftslehrerinnen an ländlichen
Berufs- und Volksſchulen. Dieſe Lehrgänge
werden leßtmalig im Jahre 1939 durchgeführt.
Die bisher geltenden Vorausſehungen bleiben
beſtehen. |
Ic Beginn des Lehrganges ausdrücklich darauf hin-
zuweiſen, daß eine Berechtigung zur Verwendung
im Volksſchuldienſt durc erworben wird und daß eine Anſtellung an der
Volksſchule nicht in Frage kommt.
Bi3 zum 1. Februar 1939 erſuche ich mir die
beabſichtigten Lehrgänge zu melden; gleichzeitig
ſind, wie biöSher, die Staats8zuſchüſſe zu beantragen
und Über die beabſichtigte Verwendung dieſer
Zuſchüſſe Aufklärung zu geben.
Fehlanzeige iſt erforderlich.
Berlin, den 22. Dezember 1938.
Der Reichsminiſter
für Wiſſenſchaft, Erziehung und Volksbildung.
Im Auftrage: Döring.
An die Herren Regierungs8präſidenten. = UB V
6211/19 E II
(RMinAmtsblDtſch Wijſ. 1939 S. 38.)
31. Verhältnis der ſtaatlicßden Prüfung
als Volkspfleger zu der erſten Verwaltungs-
prüfung.
Die vom Deutſchen Gemeindetag mit Wirkung
vom 1. Juli 1937 unter Billigung des Herrn
Reichsminiſters des Innern herausgegebenen Richt-
linien über „Die Ausbildung für den mittleren
Verwaltung83-, . Kaſſen- und Sparkaſſendienſt der
deutſ beziehen ſich auf die praktiſche Ausbildung und
theoretiſ Berſonals des mittleren Dienſtes der Gemeinden
und Gemeindeverbände. Nicht erfaßt von den
Richtlinien iſt das geſamte t e hniſ< e Perſonal
des mittleren Dienſtes der Gemeinden und
Gemeindeverbände, das in dieſem Zuſammenhange
in einem ſehr weiten Sinne verſtanden
werden muß und dementſprechend nicht nur die-
jenigen Perſonen, die im gewöhnlichen Sprach-
gebrauch al38 Techniker bezeichnet werden, ſondern
alle diejenigen Perſonen innerhalb der Gemeinde-
verwaltung umfaßt, die einer beſonderen, nicht
zum gewöhnlichen Bürodienſt gehörenden Fach-
richtung angehören. Zum techniſchen Perſonal in
dieſem Sinne iſt auch das Perſonal der Wohlfahrts-
pflege zu re Die Auzbildungsrichtlinien des Deutſchen
Gemeindetages gehen von der Vorausſekung aus,
daß es ſic< bei dem nichttechniſchen Perſonal der
Gemeinden und Gemeindeverbände um einen in
ſich geſchloſſenen Perſonalkörper handelt, der ſeine
Ergänzung regelmäßig durc< diejenigen Anwärter
findet, die als Nachwuchs für Beamte oder An-
geſtellte hierfür ausdrücklich angenommen werden.
Hat ſich dagegen jemand zu einer Lauſbahn des
techniſchen Dienſtes im oben dargelegten weiteren
Sinne entſchloſſen, ſo muß er an und für ſich in
dieſer Laufbahn verbleiben. Eine Möglichkeit, unter
erleichterten Bedingungen in den nichttechniſchen
Dienſt überzutreten, kann ihm grundſäßlich nicht

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