Nic zwei Leiſtungönoten für Leiſtungen „unter dem
Strich“: die mangelhafte und die ungenügende
Leiſtung.
leitex e8 ermöglicht, Eltern und Schüler in klarer
und unmißverſtändlicher Weije über den Grad des
Leiſtungsſtandes zu unterrichten, ohne daß es
nötig iſt, weitere Abſtufungen vorzunehmen, die
nur die Grenzen verwiſchen. Die Anwendung
von Zwiſchenſtufen iſt de8Shalb durc< den Erlaß
vom 6. Auguſt 1938 ausdrücklich verboten, nicht
zuleßbt wohl, um die raſche Einbürgerung der neuen

Man ſollte meinen, daß dieſe Stuſen- -
Leiſtungsſtufen in den Sprachſchaß und die Wert-
vorſtellungen des Elternhauſes zu fördern. Viel
dazu beitragen würde, wenn die Leiſtungen nicht
in Ziffern bewertet, ſondern in Worten ausgedrüct
werden. Die Bewertung in Ziffern dürſte bei den
feſt verwurzelten Wertvorſtellungen, die ſich 3. B
no Verwirrung ſtiften, obwohl der Schre>en der „4“,
die praktiſch ihren Schre>en verloren hat, unter
Amnſtänden ganz heilſame Wirkungen auslöſen
würde.

Angeſtellten und Krankenverſicherung
der Lehrer an den öſſentlichen Volks= und mittleren Schulen.
Von Adolf Höfli, Amtzrat im Reichzerziehungsminiſterium.
Das Angeſtelltenverſicherungsgeſeß beſtimmt im
8 11 Ahbſ. 2, daß Lehrer und Erzieher an öſſent-
lihen Schulen oder Anſtalten verſicherungsfrei
jind, wenn ihnen Anwartſchaft auf Ruhegeld und
Hinterbliebenenrenten im Mindeſtbetrage der ihrem
Dienſteinkommen entſprechenden Höhe gewährleiſtet
iſt. Eine ſolche Anwartſchaft liegt auc< ſchon bei
widerruflicher Beſchäftigung vor, wenn dieſe nach
der tatſächlichen Geſtaltung der Verhältniſſe regel-
mäßig nach einiger Zeit in eine feſte, mit Ruhegeld-
berechtigung und Hinterbliebenenverſorgung aus-
geſtattete Anſtellung übergeht. Daher ſind die
nach 88 27 und 28 des Deutſchen Beamtengeſeßes
in da8 Beamtenverhältnis berufenen Lehrer an
den Öffentlichen Volk8s- und mittlexen Schulen
pon der Angeſtelltenverſicherungspflicht regelmäßig
efreit. |
Für die Lehrerinnen gilt dieſe Befreiung zu-
nächſt nur mit gewiſſer Einſchränfung. Nach den
geltenden geſeklichen Beſtimmungen iſt davon au8-
zugehen, daß für Kinder von verſtorbenen Lehre-
rinnen im öffentlichen Volk8- und mittleren Schul-
dienſt ein Anſpruc auf Waiſengeld nicht be-
ſteht (nach 8 97 (4) des Deutſchen Beamtengeſeßes
kann die oberſte Dienſtbehörde im Einvernehmen
mit dem Reichsminiſter der Finanzen den Kindern
eines verſtorbenen weiblihen Beamten oder
Ruheſtand8beamten Waiſengeld gewähren). Um
die Lehrerinnen von der Angeſtelltenverſicherung
uneingeſ Preußen durc< Erlaß des Unterricht8miniſters vom
4. Juni 1933 -- VUILD 5146 VIIE, A --
(Zentrbl. f. d. geſ. Unterr.-Verw, S. 185) bis auf
Widerruf zugeſichert worden, daß ihren Kindern
unter den beamtenrechtlichen Vorausſehungen eine
Waiſenrente in ſolcher Höhe gewährt wird, wie
ſie den Vorſchriften des Angeſtelltenverſicherungs-
geſeßes entſprechen würde. Dadurch iſt auch den
Lehrerinnen in Preußen Verſicherungsfreiheit nach
8 11 (2) und (3) des Angeſtelltenverſicherung3-
geſezes gewährleiſtet.
Hinſichtlih der Krankenverſicherung beſtimmt
die Reichsverſicherungsordnung im 8 169 Abſ. 2
ebenfalls, daß Lehrer und Erzieher an öffentlichen
Schulen oder Anſtalten verſicherungsfrei ſind, wenn
ihnen gegen ihren Arbeitgeber ein Anſpruch
mindeſtens entweder auf Krankenhilfe in Höhe
und Dauer der Regelleiſtungen der Krankenkaſſen
oder für die gleiche Zeit auf Gehalt, Ruhegeld,
Wartegeld oder ähnlihe Bezüge im anderthalb-
fachen Betrage des Krankengeldes gewährleiſtet
iſt. Dieſe Vorausſezungen liegen bei den nach
88 27 und 28 des Deutſchen Beamtengeſeßes in
das Beamtenverhältnis berufenen Lehrern an den
öffentlichen Volk8- und mittleren Schulen vor,
ſo daß dieſe Lehrer auch von der Kranken-
verſicherungspflicht befreit ſind.
rinnen beſteht abweichend vom Angeſtellten-
verſicherungs8geſeß hierbei feine Einſchränkung, auch
ſie ſind ohne weiteres frankenverſicherungsfrei,
wenn ſie in das Beamtenverhältnis berufen ſind.
Solange ſich Lehrkräfte an den öffentlichen
Volk3- und mittleren Schulen no< in der Berufs-
ausbildung befinden oder ſich zu ihrer wiſſenſchaft-
lichen Ausbildung für den zukünftigen Beruf gegen
Entgelt anderweit betätigen, ſind ſie gleichfalls
angeſtellten- und kranfenverſicherungsfrei (8 12
Abſ. 1 Ziff. 1 und 4 des Angeſtelltenverſicherungs-
geſeßes und 8 172 Ziff. 1 und 3 der Retrch3-
verſicherung38ordnung). In Preußen gelten Schul-
amtsbewerber als noc< in der Berufsausbildung
befindlich, ſolange ſie die zweite Prüfung noch
nicht abgelegt haben. Auch Lehrer, die die Mittel-
ſ fähigung zur endgültigen Anſtellung als Mittel-
Ichullehrer noch nicht beſißen, befinden ſich nach
noc< in der Berufsausbildung. |
Vorausſebhung bei einer Freiſtellung gemäß
8 12 Abſ. 1 Ziff. 4 des Angeſtelltenverſiherungs-
einer in einem Einzelfalle ergangenen Entſcheidung
'geſeßes oder 8 172 Ziff. 3 der Reichsverſicherungs3-
ordnung iſt, daß die Tätigkeit gegen Entgelt mit
dem zukünftigen Beruf im Zuſammenhange ſteht.
Beiausſ Fremdberuf iſt das nicht der Fall. Iſt ein Schul-
amtöbewerber vor abgelegter zweiter Prüfung
Für die -Lehre- --

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