Nichtamtlicher Teil | 59*

Beſchäftigung aufnimmt. Werden Beiträge nach-
entrichtet, ſo gilt die Zeit vom Ausſcheiden aus
der verſicherungsfreien Beſchäftigung bis zum Ein-
tritt in die verſicherungspflichtige Beſchäftigung
als nge für die Aufrechterhaltung der An-
wartjc Wird ein Unterhaltsbeitrag nach 8 76 Abſ. 3
de38 Deutſchen Beamtengeſepes auf Zeit bewilligt,
jo wird die Nachentrichtung der Beiträge zur
Angeſtelltenverſicherung bis zum Ablauf dieſer Zeit
aufgeſchoben. Werden dieſe Beiträge nach Weg-
fall des Unterhalt3beitrags nachentrichtet, ſo gilt
die Zeit ſeiner Bewilligung als Erſaßzeit für die
Aufrechterhaltung der Anwartſchaft.
Durc< 8 61 des Geſezes über den Ausbau
der Rentenverſiherung vom 21. Dezember 1937
(RGBl. I S. 1393) iſt der 8 18 des Angeſtellten-
verſicherung8geſeßes dahin abgeändert worden, daß
für die Nachverſicherung verſicherungsfreier Per-
jonen der 8 1242 a der Reichsverſicherung3ordnung
entſprechend gilt. Dieſer beſtimmt in der Faſſung
des 8 8 des Geſeße3 Über den Aus8bau der Renten-
verſicherung, daß der Arbeitgeber nur dann auf
ſeine Koſten nachzuverſichern hat, wenn das Aus8-
ſcheiden aus der verſicherungsfreien Beſchäftigung
in Eh ren und ohne Verſorgung erfolgt iſt. Die
in Abſaßz 2 des 8 1242 a der Reichsverſicherungs-
ordnung in der neuen Faſſung angekündigten
näheren Beſtimmungen des Reichsarbeit3miniſters
und der nach 8 111 (2) des Geſeßes über den Aus-
bau der Rentenverſicherung von ihm zu be-
ſtimmende Zeitpunkt des Inkrafttretens des 8 8
ſind noh nicht bekanntgegeben worden. Einſt-
weilen iſt daher no 8 18 des Angeſtelltenverſicherungs8geſeßes in Kraft.
Im übrigen gilt für die Nachentrichtung von
Beiträgen für verſicherungsfreie Perſonen die Ver-
ordnung des Reichsarbeit8sminiſters vom 4. Oktober
1930 (RGBl. I S. 459), die insbeſondere vor-
Ihreibt, in welchen Fällen die Nachentrichtung
von Beiträgen aufzuſchieben iſt. Durch Runderlaß
des Reichsminiſters8 der Finanzen vom 8. Februar
1936 --- P 1801 --, der nach dem Runderlaß des
Preußiſchen Finanzminiſters vom 29. April 1936
(PrBeſBl. S. 148) in VWreußen entſprechend an-
zuwenden iſt, ſind einheitliche Richtlinien für die
Handhabung der Verordnung vom 4. Oktober 1930
feſtgelegt und an Beiſpielen erläutert.


Bücher und Zeitſchriften
Holksgeſundheit und Rauſc Vorträge der Dritten Konferenz für Rauſchgift-
befämpfung.
Berlin 1939, Neuland-Verlags8geſellſchaft.
62 Seiten. Preis 1,60 RM.
Die Reichshauptſtadt im Kampf gegen die
Suchtgiſtſ Heraus8gegeben
von Abteilungsdirektor Dr. med. Paulſtich.
Berlin 1939, Neuland-Verlags8geſellſchaft.
108 Seiten. Preis 2 RM.
Nachdem die Partei in erhöhtem Maße den
Kampf gegen den Mißbrauch der Genußgifte in die
Hand genommen hat, iſt eine klare Trennung der
Aufgabengebiete eingetreten. Die Maßnahmen
der Geſundheits führung unterſtehen dem
Hauptamt für Volk8geſundheit der NSDAP., da3
mit der Durchführung des Kampfes gegen den
Alkohol- und Tabakmißbrauc den Alkoholmißbrauch in Berlin-Dahlem beauftragt
hat. Die Fürſorge für Suchtgiftgeſährdete hat
die Reich3arbeitsgemeinſ befämpfung im Reichsausſchuß für Volk8geſundheit8-
dienſt übernommen. |
Wenn auc die breiteſte Öffentlichkeit im weſent-
lichen an den Maßnahmen der Geſundheit3-
führung und Leiſtungsſteigerung
des deutſ dody) die auf der Dritten Konferenz für Rauſchgift-
befämpfung gehaltenen Vorträge eine Beachtung,
die über den Rahmen der in der ſozialen Fürſorge
ſtehenden Erzieher und Ärzte hinausreicht. Gerade
die kraſſen Fälle, in denen der Mißbrauch der
Suchtgifte zu fürſorgeriſchen Maßnahmen zwingt,
zeigen jedem Volks8genoſſen deutlich, welche Ge-
fahren auf dieſem Gebiete liegen, und veranlaſſen
ihn zum Nachdenken darüber, daß geringe Mengen
dieſer Gifte ebenfall8 imſtande ſind, Schädigungen
herbeizuführen, wenn ſie auc< nicht in ſo kraſſer
Form in Erſcheinung zu treten brauchen.
Das Buch „Volks8geſundheit und
Rauſchgiftgefahren“ vermittelt einen
erſchütternden Einbli>d in das geſundheitliche und
ſoziale Elend auf dieſem Gebiet. Als beſonders
eindruck8voll ſind die Vorträge von Dr. med.
Knoſpe: „Symptomenbilder bei Rauſchmittel-
vergiftungen“ und von Dr. med. Baumann
über „Die durch den Alkoholmißbrauch hervor-
gerufenen geiſtigen und ſeeliſchen Störungen“ zu
nennen. Einen aufrüttelnden Aufruf bedeuten vor
allem die beiden Aufſäße von Dr. med. Li>kent:
„Der Tabakverbrauch in geſundheitlicher und
ſozialer Hinſicht“ und Dr. med. Edith von Löl-
höffel: „Die deutſche Frau vor neuen Aufgaben
der Volksgeſundheit und Geſelligkeit“.
Das Buch „Die Reichö8hauptſtadt im
Kampf gegen die Suchgiſtſchäden“
iſt von einem Manne mit umfangreicher praktiſcher
Erfahrung heraus8gegeben. E3 ſtellt eine Überſicht
Über den erſten wiſſenſchaftlich-praktiſchen Lehrgang
für Rauſchgiftbekämpfung im Gau Berlin von
März bis Mai 1938 dar und gibt ein eindrucks8volles
Bild von den verſchiedenen geſeßlichen, organiſato-

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.