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Stkimmen aus
NichtamtliherTeil | 89*
Zraxis und Wiſſenſc (Nichtamtlicher Teil)
Inhalt
1. Geſtaltung und Aufgabe de8 Muſiſhen Gymnaſiums.
, - Seite
Von Oberregierungsrat
Dr. Miederer, Reichserziehungsmi1iſterium, Berlin ... vues oi inn + - 89
2. Rechtsſtellung und Aufgaben der privaten höheren Schulen. Von Regierungsrat
Dr. Klamroth, Berln. . . ......
Bücher und Zeitſchriftm ....-...-...
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4. Verzeichnis der zur Beſprechung eingeſandten Bücher und Schriften ........... 103*

Geſtaltung und Aufgabe des Muſiſchen Gymnaſiums.
Von Oberregierung3rat Dr. Miederer, Reichserziehung3miniſterium, Berlin.
Unter den großen deutſ hat ſich noh niemand mit ſolher Wärme für die
Pflege und Förderung der deutſchen Muſik ein-
geſebt wie Adolf Hitler. Schon in ſeinem Kampfſs-
buche hat er im Jahre 1924 niedergeſchrieben:
„Die Baukunſt erſchien mir neben der Muſik als
die Königin der Künſte.“ In ſeinen verpflichtenden
Kulturreden weiſt er immer wieder darauf hin,
daß eine Geſundung des deutſchen Volkes nur
denkbar iſt, wenn wiedererſteht die deutſche Kultur
und vor allem die deutſche Kunſt. Dieſe und
ſeine weiteren Worte in ſeiner Rede vor dem
Großdeutſchen Reichstag am 30. Januar d. J38.:
„Es iſt eine Staatsnotwendigkleit,
immer wieder neu zu prüfen, welche Talente im
Volke vorhanden ſind und wie ſie zum nußbringenden
Einſaß gebracht werden können“, bedeuten ſür die
verantwortlihen Träger der Kulturpolitik im
Dritten Reiche eine Verpflichtung, die bei der
Größe der geſtellten Aufgabe erſt nach langjähriger
planmäßiger Erziehungsarbeit eingelöſt werden
ann.
Auf dem Gebiete der ſ<öpferiſ<-
monumentalen Raumgeſtaltung, der bil-
denden Kunſt und der Malerei iſt die
Entwieklung unter perſönlicher Jnitiative und An-
regung des Führers in Fluß gekommen; Auſj-
gaben und Ziele für Generationen ſind geſtellt.
Auf dem Gebiete der Muſik iſt zwar ein
erſtaunlich einheitlih gerichtetes Singen und
Muſizieren im Zuge des politiſchen Umſc aufgebrochen, das zu großen Hoſſnungen ſür die
Zukunft berechtigt. So bilden die erſt jüngſt mit
Erlaß vom 10. Februar 1939 in3 Leben gerufenen
„Muſikſchulen für Jugend und Volk“ eine wichtige
Grundlage für die fünftige Entwicklung unſerer
deutſchen Muſikkultur. Die bevorſtehende Neu-
ordnung. des geſamten Privatmuſikunterrichts-
weſens und die Vereinheitlichhung des geſamten
Muſikerziehung38weſens überhaupt bürgen für eine
weitere geſunde Entwicklung der deutjichen Muſik.
Und troß dieſer erſtaunlichen Entwicklung fehlte
es biSher an einer Cinrictung, in der die muſika-
liſchen Talente unſeres Volkes ſyſtematiſch aus8-
gebildet und nachdrücklichſt gefördert werden konnten.
Aber auch dieſe neue Einrichtung wurde nunmehr
durch einen Erlaß des Reichs8erziehungsminiſters vom
27. März d. J3. (RMinAmtsblDtſch Wiſſ. S. 206) ge-
ſchaffen in der Form des „Muſiſchen Gymnaſiums“.
Mit der Errichtung des Muſiſchen Gymnaſiums -
iſt der Kreis der nationalſozialiſtijchen Erziehungs8-
träger geſchloſſen: auf der gleichen Grundlage der
harmoniſch - allſeitigen, ſeeliſch - geiſtig - körperlichen
Bildung iſt nunmehr neben den Schulungsſtätten
für den wiſſenſchaftlichen, ſoldatiſchen und politiſchen
Führernachwuchs8 eine Bildungsanſtalt geſchaffen
worden, die die muſiſche Bildung in die Mitte ſtellt.
Das Muſiſh wiſſenſchaftlichen, körperlichen und künſtleriſchen
Fachgebieten voll ausgebaute Oberſchule für -/
muſiſc Jungen, . die hier in den muſiſchen Kernfächern:
Muſik, Sprache und Rhythmik, umfaſſend und vor-
bildlich au8gebildet werden. Die Jungen, die auf
Grund eines umfaſſenden Ausleſeverfahrens für
die Aufnahme ins Muſiſc tracht kommen, treten bereit38 nach dem z weiten
Grundſchuljahr in das Muſiſc und werden zunächſt in die Vorſtufe, bei der bereits
die muſikaliſche Erziehung beginnt und die im
übrigen den Lehrplan der dritten und vierten
Grundſchulklaſſe (Volksſchulklaſſe) vorſieht, auf-
genommen. Die Angliederung der dritten und
vierten Grundſchulklaſſe an das Muſiſche Gymna-
ſium hat in erſter Linie den Zwe, hervorragende
muſikaliſche Begabungen ſchon in früheſter Jugend
zu erfaſſen und zum Übertritt in. die Oberſchule
nur ſol durc< ihre beſondere mutſikalij3ge Begabung und
in ihren bisherigen unterrichtlichen wie körperlichen
Leiſtungen bewieſen haben, daß ſie den größeren
Anforderungen der Anſtalt künſtig gewachſen ſind.
Damit werden alſo Jungen, die in der Vorſtufe
gezeigt haben, daß ſie den Anforderungen ent-

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