Amtlicher Teil 63
der Prüfungsordnung ſinngemäß. Im Abſchluß-
zeugnis iſt darauf hinzuweiſen, daß die Prüfung
als Auswärtiger abgelegt wurde.
4. Die Prüjungs8gebühr beträgt 50 RM und
iſt vor Eintritt in die Prüfung an die Schulkaſſe
zu entrichten.
52. Freigabe von Schulräumen zur Durcch»-
führung kaufmänniſcher und induſtrieller
Facharbeiterprüfungen.
o Zum Bericht vom 6. Dezember 1988 -- 1] UN
3229 --,
Sofern die Schulträger in der Lage ſind,
Schulräume -=- insbeſondere ſolche der Berufs-
ſ induſtrieller Facharbeiterprüfungen zur Verfügung
zu ſtellen, habe ich unter der Vorausſezung, daß
die ordnungösmäßige Fortführung des Schul-
unterrichts gewährleiſtet bleibt, nichts dagegen
einzuwenden, wenn Wünſchen dieſer Art ent-
ſprochen wird.
Berlin, den 16. Januar 1939.
Der Reichsminiſter
für Wiſſenſchaft, Erziehung und. Volks8bildung.
Im Auftrage: Heering.
An den Herrn Regierungspräſidenten in Arn8-
berg. =- Abſchrift zur Kenntnis an die Unterricht38-
verwaltungen der Länder, die Herren Regierungs-
präſidenten (außer Arns8berg), den Herrn Stadt-
präſidenten der Reich3hauptſtadt Berlin (Ab-
teilung IV) und den Herrn Reichskommiſſar für

das Saarland in Saarbrücken. -- KB IVa 6336/38.
(RMinAmtsblDtjc< Wiſſ. 1939 S. 63.)
53. Beſoldungsdienſtalter für hochſchulmäßig
ausgebildete landwirtſchaftliche Lehrkräfte
(Diplomlandwirte) im Dienſt des Reichs-
nährſtandes.
Verſchiedene mir von Jhnen vorgelegte An-
träge auf Genehmigung von Verbeſſerungen der
Beſoldungsdienſtalter landwirtſchaftlicher Lehrkräfte
an den Schulen des Reichsnährſtandes haben mir
Veranlaſſung gegeben, eine grundſäßliche Stellung-
nahme des Herrn Reichsminiſter8 der Finanzen
darüber herbeizuführen, ob die Beſtimmung der
Nr. 83 s BV, auch auf diejenigen ins Beamten-
verhältnis berufenen Diplomlandwirte anzuwenden
iſt, die die pädagogiſche Lehrbefähigung vo r der
Neuregelung des Vorbereitungsdienſtes der land-
wirtſchaftlichen Lehrkräfte dur< den Erlaß des
Herrn Reich8miniſters für Wiſſenſchaft, Erziehung
und Volksbildung vom 2. Auguſt 1937 (RMin.-

AmtsblDtſch Wiſſ. S. 379) erworben haben. Der -
Herr Reichsminiſter der Finanzen hat ſich nunmehr
unter den dargelegten Verhältniſſen damit ein-
verſtanden erklärt, daß bei der Feſtſezung des
Diätendienſtalter8 derjenigen Diplomlandwirte, die
die pädagogiſche Lehrbefähigung nah denfrüher
geltenden Beſtimmungen erworben haben,
a) die in der Zeit zwiſchen der Diplomprüfung
und dem 1. April oder 1, Oktober des
zweiten darauf folgenden Jahres ab-
geleiſtete landwirtſchaftliche Beſchäftigung und
das Seminarjahr als Vorbereitungszeit an-
geſehen wird und daß die Abrechnung der
Zeitabſchnitte nach Nr. 83 (8) BV, erſt mit
der Erteilung des Lehrbeſähigungszeugnmiſſes
beginnt, .
b) im Falle einer Verzögerung der pädagogiſchen
Prüfung, die als zweite (leßte) Staats8prüfung
im Sinne der Nr. 83 (5) BV. gilt, grund-
ſäßlich nach Nr. 83 (5) BV. verfahren wird,
daß jedoch ſoweit eine Verzögerung nicht auf
Verſchulden des Anwärters zurückzuführen
iſt, eine Anrechnung dieſer Zeit prattiſch-
landwirtſchaftliher Beſchäftigung oder der
Beſchäftigung als Verſuchsringleiter, Land-
wirtſchaftslehrer oder ſonſtiger für das ſpätere
Amt förderlicher Tätigkeit nac; Nr. 82 BV.
zuläſſig iſt.
Hiernach iſt alſo bei der Berechnung des Diäten-
dienſtalter8 davon aus8zugehen, daß auch für die
Diplomlandwirte, die ſich vor der Neuregelung
des Vorbereitungsdienſtes dur; den oben an-
gezogenen Erlaß der Laufbahn des Faclehrers
an Landwirtſchaft8ſc die pädagogiſche Prüfung als zweite (leßte) Staats-
prüfung im Sinne der Nr. 83 5 BV. anzuſehen iſt.
Ob und inwieweit die Ablegung der pädagogiſchen
Prüfung dur< eigenes Verſchulden des Beamten
oder durch andere Umſtände, 3. B. Überfüllung
der Seminare, verzögert worden iſt, muß in
jedem einzelnen Falle ſorgfältig geprüft werden.
Die Feſtſtellungen hierüber werden nötigenfalls
durch Rückfrage bei dem Herrn Reich8miniſter für
Wiſſenſchaft, Erziehung und Volksbildung zu treſſen
ſein, da ſich in deſſen Händen die Perſonalaſten
jedes Seminarbeſuchers befinden.
Für die Feſtſezung des Diätendienſtalters aller
Diplomlandwirte iſt grundſäßlich, ohne Rüchſicht
darauf, ob eine größere oder geringere land-
wirtſhaftlihe Praxis abgeleiſtet worden iſt, zu-
nächſt nach Nr. 83? und * BV. zu verfahren.
Dabei wird die vorgeſ dur; Anrechnung eines Jahres nach Nr. 83 *
berüdſichtigt. Daneben bleibt die Möglichkeit
beſtehen, in Härtefällen jedem Diplomlandwirt,
alſo auch den Landwirtſchaftslehrern, die na <
der Diplomprüfung abgeleiſtete landwirtſchaftliche
Praxis oder eine andere Beſchäftigung, die für
das ſpätere Amt förderlich war, zu einem an-
gemeſſenen Teil, höchſtens jedoch bis zur Hälfte
im Rahmen der Nr. 82 BV. wieder anzurechnen,
ſoweit dieſe Zeit nach Nr. 83 8 BV. abgerechnet
werden mußte. I< ermächtige Sie, die Ent-
ſcheidungen hierüber künftig ſelbſtändig zu treffen,
ſofern nicht berechtigte Zweifel über die An-
rechnungsfähigkeit derartiger Zeiten beſtehen.
In den Fällen, in denen gemäß Nr. 83 * BV.
feſtzuſtellen iſt, ob der Beginn oder das Ende

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