66 Amtlicher Teil
56, Ausbildung für das Lehramt der Land»
wirtſchaft; hier: Beurlaubung zu Übungen
in der Wehrmacht.
Das Oberfommando des Heeres teilt mir
unter dem 4, Januar 1939 mit, daß die Dauer
der furzfriſtigen Ausbildung in der Wehrmacht
für alle ab 1. September 1938 beginnenden
Ausbildungs8gänge der drei Wehrmachtteile einheit-
lich je drei Monate für Grundausbildung und
Unterführeranwärter-Ausbildung, ſtatt wie bisher
je zwei Monate, beträgt.
Unter Aufrechterhaltung meines Erlaſſes vom
18. November 1938 -- EK V 6117/133 WL (b) --
(RMinAmtsblDtſc Erlaß vom 29. Mai 1937 -- KE V 1967 (b) --
(RMinAmtsblDtſchWiſſ. S. 299) dahingehend ab,
daß fünftig vier Monate Übungszeit auf die
Geſamtdauer des Vorbereitungsdienſtes an-
gerechnet werden können.
Berlin, den 16. Januar 1939,
Der Reichsminiſter |
für Wiſſenſchaft, Erziehung und Volksbildung.
In Vertretung des Staatsſekretärs:
Kuniſc<.
An die Unterrichtsverwaltungen der Länder (außer
Öſterreih und Sudetenland), die Herren
Regierungspräſidenten und den Herrn Reichs8-
bauernführer (Verwaltungsamt) in Berlin SW 11.
E V 6117/135 III WL (b).
(RMinAmtsblDtſch Wiſſ. 1939 S. 66.)
b) Für Preußen
57. Beiträge der Gemeinden zur Preußiſchen
Landesſchulkaſſe für das Rechnungsjahr 1939,
In den lebten Jahren iſt davon abgeſehen
worden, den Stellenbeitrag der Gemeinden zur
Preußijhen Landesſchulkfaſſe dem tatſächlichen
Finanzbedarf anzupaſſen; er iſt vielmehr in der
Höhe von 106 RM belaſſen worden, weil ſich die
weitere Geſtaltung der Gemeindeſinanzen noch
nicht hinreichend überſehen ließ. Nachdem nun-
mehr das Preußiſche Finanzausgleichsgeſeß vom
10. November 1938 (GS, S. 108) eine neue
Regelung für die Gemeindeſinanzen gebracht hat,
muß auch der Stellenbeitrag vom Beginn des
Rechnungs8jahres8 1939 an dem Finanzbedarf der
Landesſchulkaſſe entſprechend bemeſſen werden,
zumal da ein anderer Ausgleich für die Lande3-
ſc Auf Grund der 88 15--18 des Preußiſchen
Volksſchulfinanzgeſezdes vom 2. Dezember 1937
(GS. S. 161) haben wir den Stellenbeitrag und
die Sonderbeiträge, die die Gemeinden und
Geſamtſchulverbände vom 1. April 1939 an an
die Preußiſche Landesſchulkfaſſe zu zahlen haben,
wie folgt feſtgeſekt:
1, den allgemeinen Stellenbeitrag für jede Scul-
ſtelle an den Volksſchulen (Lehrer- und
Lehrerinnenſtellen) auf monatlich 115 RM, in
Worten „einhundertfünfzehn Reichsmark“,
2. den Sonderbeitrag für Mehrſtellen (8 16)
na< dem Stande dieſer Stellen am 15. No-
vember 1938 auf monatlich 287,50 RM, in
Worten „zweihundertſiebenundachtzig Reichs8-
mart 50 Rpf“, | |
3. den Sonderbeitrag für Schulſtellen an ge-
hobenen Klaſſen der Volksſ 17 RM, in Worten „ſiebzehn Reichömark“,
4. den Sonderbeitrag für Wohnungs8geldzuſchüſſe
für jede Schulſtelle
a) in der Ortsflaſſe A auf monatlich 8,30 RM,
in Worten „acht Reichömark 30 Rpf“,
b) in der Sonderklaſſe auf monatlich 17 RM,
in Worten „ſiebzehn Reichsmark“.
Hiernach ſind für die Zeit vom 1. April 1939
an die erſorderlihen Kaſſenanweiſungen nach den
Formbogen 2529 und 2530 zu erlaſſen.
Dieſer Erlaß wird auch durc< das Preußiſche
Beſoldungsblatt veröffentlicht werden.
Berlin, den 6. Januar 1939.
Der Reich8miniſter
ſür Wiſſenſchaft, Erziehung und Volksbildung.
Im Auftrage: Frank.
Der Reich8miniſter des Innern.
Jm Auftrage: Suren.
Der Preußiſche Finanzminiſter.
In Vertretung: Landfried.
An die Herren Regierungspräſidenten und den
Herrn Stadtpräſidenten der Reichshauptſtadt
Berlin (Abteilung für Volks8- und Mittelſcchulen).--
Abdrud für das Rec Ru PrMfWEuV, B II 6 3145/38, RMdJI. V 8t
1815 111/38/5290 A, PrFM. I B 3269/11, 12. 38.
(RMinAmtsblDtſch Wiſſ. 1939 S. 66.)
58. Anrechnung von Wehr- und Arbeitsdienſt-
zeit auf das Dienſtalter der Lehrkräfte an den
öffentlichen Volks- und mittleren Schulen. -
Im Einverſtändnis mit dem Herrn Preußiſchen
Finanzminiſter.
Zur Behebung von Zweifeln bei der Auslegung
dex Beſtimmung in Nr. 24 der Ausführungs-
anweiſung in der Faſſung des Runderlaſſes vom
14. Juni 1938 -- BE IIe 1266 --- (RMinAmtsbl.
Dtſch Wiſſ. S. 314; PrBeſBl. S. 227) zu 85
Abſ. 4 des Volksſchullehrer-Beſoldungs8geſeßes, nach
der den Schulamt3bewerbern (-bewerberinnen) die
geſebliche Wehr- und Arbeits8dienſtzeit inſoweit auf
das Vergütungsdienſtalter anzurechnen iſt, als ſich
hierdurd der erſte Eintritt in den öffentlichen Schul-
dienſt nachweislich verzögert hat, wird folgendes
beſtimmt:
Der erſte Eintritt in den öffentlichen Schuldienſt
iſt dann als verzögert anzuſehen, wenn der Schul-
amtsbewerber vor dem Eintritt in den Vox-
bereitungsdienſt (Beſuch der Hochſchule für Lehrexr-
bildung) Wehr- und Arbeits8dienſt abgeleiſtet und
ſich zu dem nächſtzuläſſigen Termin, ſpäteſten8 aber
innerhalb von drei Monaten nach Ableiſtung des

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