BW Nichtamtlicher Teil
nicht der abſtrakten Paragraphen geſucht wird.
Die Arbeit kann daher grundlegend mit den ver-
alteten mutterrechtlichen Vorſtellungen wie auch
mit den Behauptungen von der rechtloſen Stellung
der germaniſchen Frau aufräumen. Das fein
abgetönte Bild vom wirklihen Leben, das die
Verfaſſerin ſtatt deſſen in ihrer Darſtellung ent-
wirft, gewinnt noch dadur< an Farbe, daß ſie
keineSweg8 zu roſig malt, ſondern Licht und
Schatten gegeneinander abwägt. Sehr ſicher iſt
ihre weltanjchaulihe Haltung, die Liebe zur
germaniſchen Sache mit ſtreng wiſſenſchaftlicher
Kritik zu verbinden weiß. Bezeichnend für dieſe
Einſtellung iſt ſhon das Bekenntnis in der Ein-
leitung: „Aus dieſer Haltung heraus verwerſe ich
die Theſe vom ,allgemeinen Fortſchritt des Menſchen-
geſ mit einer Höherentwiklung. Kultureller Auſſtieg
liegt m. E. nur vor, wenn die geiſtig-ſeeliſchen
Kräſte des Menſchen -- oder eines Volkes -- zu
vertiefter Sittlichkeit und Innerlichkeit führen, um
den dort ſchlummernden Keim des Göttlichen zu
entfalten.“
Das8 auch vorzüglich aus8geſtattete Werk kann
gerade der Erzieherſchaft nicht warm genug emp-
fohlen werden.
Berlin. Dr. K&. F. Brande 3.
ut ZD FN DEERE,
Arbeitswoc Da der erſte Lehrgang für Muſik, der in der
Zeit vom 16, bis 23. Auguſt d. J8. in Ranken-
heim (Mark) veranſtaltet wird, bereits beſeßt iſt,
hat ſich das Deutſche Zentralinſtitut für Erziehung
und Unterricht auf dringenden Wunſch entſchloſſen,
in Zuſammenarbeit mit dem Schulungsamt der
Staatlihen Hochſchule für Muſikerziehung eine
zweite Arbeit8woche: „Grundfragen der Muſik-
erziehung“ in der Zeit vom 6. bis 13. September
1939 in ſeiner Schulungsſtätte Kettwig (Ruhr),
Fichteſchule, dur aller Schularten können zugelaſſen werden. Die
Leitung hat Dr. Wilhelm To llo übernommen.
Ihre Mitarbeit haben bekannte Muſikerzteher zu-
geſagt. An Arbeits8gebieten ſtehen zur Behandlung:
Das Volkslied in der Muſikerziehung =- Ge=-
ſtaltung des Muſikunterrichts =- Rhythmiſche Er-
ziehung -- Stimmerziehung -- Choriſches Singen --
Inſtrumentalſpiel (Streicher, Blodflöte, Laute).
Die Unkoſten betragen 15 RM. 50prozentige
Fahrpreisermäßigungsſcheine werden ausgegeben.
Meldungen ſind zu richten = ſpäteſtens bis
31. Auguſt -- an das Deutſche Zentralinſtitut für
Erziehung und Unterricht, Berlin W 35, Pot3damer
Straße 51/53, das auf Wunſc< ein ausführliches
Merkblatt überſendet.



Geſchäftsſtelle: Reichsminiſterium für Wiſſenſchaft, Erziehung und Volksbildung. == Verantwortlicher Anzeigenleiter: Ulrich Herold, Berlin SW 68. -- DA. I4. Vj. 1939: 50 966.
PL. Nr. 9. ==“ Verlag: Franz Eher Nachf. GmbH. (Zentralverlag der NSDAP.), Berlin SW 68, Zimmerſtraße 88. == Dru> von Otto Walter, Berlin SW 68.

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