Nichtamtli 187*

Lehrkräſte begrüßen die BVerbindungsleute und
ſehen in ihnen Mittler der Anerkennung für ihre
eigene Arbeit.*?) Viel wird vom guten Willen zur
Zuſammenarbeit bei Lehrkräften und Verbindungs-
leuten abhängen. In Anbetracht der Wichtigkeit
des großen Ziels der hochwertigen Meiſter-
ausbildung muß dieſer gute Wille von beiden
Seiten kategorijch verlangt werden. Ex iſt die
2) An zahlreichen Anſtalten beſtehen ſchon ſeither ſehr
enge und gute Beziehungen mit dem örtlichen Handwerk.
Vorausſezung dafür, daß im Zuſammenwirken
von Lehrkräften und Verbindungsleuten eine ein-
heitliche Ausrichtung der beiden Komponenten,
Schule und Praxis, in Bezug auf den Nachwuchs
geſchaffen und daß damit eine gleichſinnige Arbeit
der Lehrkräfte an den Meiſterſchulen und der
Ausbilder und Prüfer im Handwerk erreicht wird,
die ihre Bekrönung durch eine immer geradliniger
werdende Bildung des handwerklichen Nachwuchſes
zur Meiſterreiſe erhält.

Kolonien und Erzieher.
Von Dr. Lothar Kühne.
Das Urteil der Geſchichte über die unter
Rechtsbruch und Nichteinhaltung eingegangener
Verpflihtungen erfolgte Beſißentziehung unſerer
Kolonien iſt geſprochen. Au die innere Un-
wahrhaftigkeit des rechtswidrigen Mandatsſyſtems
iſt entlarvt. Die Rechtsbrecher haben den Kredit
und das Vertrauen in die Ehrlichkeit des europäiſchen
Menſchen verwirtſchaftet und das Mißtrauen in
die Welt der Eingeborenen-Völker gebracht. Die
klaren Forderungen auf Wiederherſtellung des
Rechtszuſtandes fanden hartnäkige und unwürdige
Schuldner. Deutſchland aber, dem man unter
ausgeklügelten Betrugs8manövern und Erpreſſungen
jeine Schubßgebiete widerrechtlich genommen hat,
hat troßdem für die Erſchließung kolonialex Räume
mehr getan als die Mandatare, (Man denke nur
an die Findung des Germanin -- 1919 ---, des
Yatren 105 -- 1920 --, des Plasmochin -- 1926 --,
des Atebrin -- 1930 -- 1. a. m.) Unermüdlich
haben deutſc fich eingeſebt. Der Wille zur Kolomiſation hat
durch die dynamiſche Kraft der nationalſozialiſtiſchen
wake ung das ganze deutſche Volk leidenſchaftlich
erfaßt.
Auc gemacht, was defaitiſtijche Miniſter des Weimarer
Zwiſchenreiches ſc Während vor 1933 jede geiſtige Belebung der
kolonialen Willen3- und Wiſſensbildung von Amts
wegen unterſagt worden war, hatte nach der
Machtübernahme Reichserziehung3miniſter Ruſt in
ſeinem im Amtsblatt vom 16. Auguſt 1933 ver-
öffentlichten Erlaß den Kampf um den deutſchen
Lebenszraum als eine der wichtigſten Auſgaben
des deutſchen Volkes bezeichnet. Ex hatte darauf
hingewieſen, daß das koloniale Denken unter der
Jugend ſtändig wach zu halten ſei und die Not-
wendigkeit einer planmäßigen Schulung der ge-
ſamten Jugend betont. Damit war die Wach-
haltung und Pflege des kolonialen Gedankens in
der Schule angeordnet. Dieſer amtliche Erlaß
war notwendig geworden, weil der Sozialdemokrat
Grimme nur eine „gelegentliche Behandlung im
Unterricht“ (Erlaß vom 3. Juni 1930) zugelaſſen
und dabei „jede irgendwie geartete unmittelbare
oder mittelbare Propaganda" verboten hatte.
Wenn der Erlaß Ruſts auch eine ſelbſtverſtänd-
liche Forderung enthielt, ſo bedeutete er dennoch
eine völlige Umwertung der bisherigen Kolonial-
auffaſſung und darüber hinaus eine revolutionäre
Neuausrichtung. Er ſtellte den Kolonialgedanken
mitten in die Erziehungsarbeit hinein. Aufgabe
dieſer Erziehungsöarbeit iſt e8 nun, unſerer Jugend
eine klare und eindeutige Haltung in Beziehung
auf die Kolonialfrage zu vermitteln, den kolonialen
Gedanken in der Jugend zu härten und zur Ent-
wiklung des Charatters und der Perſönlichkeit |
jedes deutſhen Jungen und Mädels eine national-
ſozialiſtiſche Kolonialauffaſſung einzuhämmern.
Wie der Erzieher nun dieſer Aufgabe gerecht
werden ſoll, da8 hat der verewigte erſte Leiter
des Nationalſozialiſtiſchen Lehrerbunde8, Hans
Sc Kolonialbundes am 18. Juni 1934 beantwortet:
„Nie bekommen wir Kolonien, wenn wir
nicht im Herzen die Jdee von der Notwendigkeit
der Kolonien tragen. Dä das deutſche Voll
niemals bereit iſt, ſein Leben aufzugeben, wird
es auch niemal8 auf ſeine Kolonien verzichten.
I< bin Überzeugt, daß ein Lehrer immer die
Möglichkeit hat, die Notwendigkeit des kolonialen
Beſizes im Deutſch-, Geſchicht8-, Exrdkunde- und
Naturkundeunterricht anzureißen. Wir deutſchen
Erzieher werden nic der Wille zur Koloniſation ſo ſtark iſt, daß das
Ausland die Forderung nach Rückgabe der
deutſ aber nur erreicht werden, wenn vor jeder Klaſſe -
ein nationalſozialiſtiſcher Lehrer ſteht, der in
ſeiner Haltung jugendlich begeiſtert iſt.“
Der Erzieher der deutſchen Jugend muß alſo
zunächſt einmal ſelbſt ein Menſch ſein, der ſich mit
allen jeinen Kräften für ſein Volk einſebt und der
ſeine Fähigkeiten der Größe Deutſchland8 widmet
und zur Verfügung ſtellt. Er muß daher Streiter
für die koloniale Jdee und Kämpfer für die Wieder-
einräumung des Beſize8 unſerer Kolonien ſein.
Die Ausräumung des Verſailler Unrechts und die
Beſizrückübertragung unſerer Kolonien iſt das
fkolonialpolitiſche Ziel Nx. 1. Wege zu dieſem ve
ſind die genaue Kenntnis der kolonialpolitiſchen

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