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des Studiums an den Staatsgewerbeſchulen iſt dadurch be-
gründet, daß an dieſen Anſtalten nicht nur theoretiſcher Fach-
unterricht erteilt wird, ſondern auch eine praktiſche Ausbildung
in ſchuleigenen Lehrwerkſtätten und ein erweiterter Unterricht
in allgemeinbildenden und vorbereitenden Lehrfächern be-
trieben wird. An einer zehnſemeſtrigen Abteilung ſteht für
den Werkſtättenunterricht insgeſamt etwa ein Jahr zur Ber-
fügung; an den achtſemeſtrigen Abteilungen kommt die prak-
tiſche Ausbildung dagegen zu kurz, da ſie im Höhſtfalle nur
ein halbes Jahr umfaßt. Man wird ſich jedoch aus finanziellen
Sründen mit dieſem Zuſtande vorläufig abfinden müſſen,
der jm übrigen den Borteil der kürzeſtmöglichen Ausbildungs-
dauer bietet. Eine Ergänzung der praktiſchen Ausbildung
durch Ferialpraxis iſt hier unbedingt am Platze. Anzuſtreben
wäre ein Übergang von 8 auf 9 Semeſter, um dem hand-
werklihen Unterricht in der Schule mehr Raum widmen zu
können.
Das Schwergewicht der eigentlihen Fachausbildung liegt
an den Höheren Abteilungen der Staatsgewerbeſchulen in
den oberen vier bis fünf Semeſtern. Es war daher naheliegend,
die Angleichung an die Ingenieurſchulen des Altreiches in der
Weiſe vorzunehmen, daß für dieſe oberen Semeſter ſoweit
wie mögli< die neuen Reichslehrpläne eingeführt wurden.
Die aus der Höheren Abteilung der Staatsgewerbeſchule auf
dieſe Art entſtandene Ingenieurſchule der Oſtmark zerfällt
ſomit in eine vier- oder fünfſemeſtrige Oberſtufe, die als Fach-
ſ die der praktiſ Allgemeinbildung ſowie der mathematiſchen und naturwiſſen-
ſchaftlichen Kenntniſſe etwa in jenem Umfange dient, der zum
ſemeſtrige Oberſtufe zugrunde gelegt.?)
Eintritt in die Fachſchule erforderlich iſt.
Nichtamtlicher Teil
Den vom Reichsminiſter für Wiſſenſchaft, Erziehung und
Volksbildung vorläufig genehmigten Stundenverteilungs-
plänen der ojtmärkiſ Maſchinenbau und Elektrotechnik mit Borſtufe) iſt eine vier-
Die abgebildete
Tabelle zeigt als Beiſpiel den Stundenverteilungsplan der
Abteilung für Elektrotechnik. Man erſieht daraus, daß die
dandwerkliHe Ausbildung ganz auf die Unterſiufe beſchränkt
iſt. Es wurde ferner von der Möglichkeit Gebrauch gemacht,
Teile des mathematiſchen, naturwiſſenſchaftlihen und zeich-
neriſ Lehrfächer im Bergleich zu den Reichslehrplänen vorzuverlegen.
Fn der Oberſiufe wurde dadurch Raum gewonnen für eine
ſtärkere Betonung der allgemeinbildenden Gegenſtände und
für eine teilweiſe Erhöhung der Stundenzahlen in den techniſch
angewandten Lehrfächern. Es war dabei möglich, die Unter-
ſtufen für Maſchinenbau und Elektrotechnik gleichartig zu ge-
ſtalten. Die Einführung der neuen Stundenverteilungspläne
erfolgt derart, daß ſie mit Beginn des Schuljahres 1939/40,
vom 1. und 2. Jahrgang angefangen, aufſteigend zur An-
wendung gelangen. Binnen zwei Jahren iſt ſomit dieſer An-
gleihungsvorgang vollendet.
Die Unterſtufe, die bei den altreichsdeutſmen Jngenieur-
ſchulen fehlt, iſt in der Oſtmark derzeit eine Notwendigkeit,
weil die zur Ausleſeprüfung führenden Anwege hier nur zum
Teil vorhanden ſind. Es gibt einerſeits in der Oſtmark noch
keine ſechsklaſſigen Mittelſchulen und andererſeits keine weſent-
liche Praktikantenausbildung in der Jnduſirie. Außerdem iſt
auh die Lehrlingsausbildung in den Betrieben noc< nicht
vollſtändig durc 1) Dieſe bleibt auch während der Kriegszeit beſtehen.
Stundenverteilungsplan ver Ingenieurſc Fachſchule für Elektrote




















Cfd | Semeſter Summe
IN. Lehrbereiche Lehrfächer der
* 1.12 1381415.|6| 7 | 8 |Wocenſtunden
1 | ollgemeinbildend | Deutſche Sprace ............ 4 4 3 3 3 3 2 2 24"
und national» | Erdkunde und Geſchihte. ....... 4 4 3 3|- | -- | -- | -- 14 | zg
politiſch PVolks- und Staatskunde. . . . . . . . -- | -“ | --“ | -- 2 2 2 2 8
Geſchäfts- und Rechtskunde . . . . .. -- | -- | -- | -- | -- | -- 2 2 4
2 | mathematiſch Mathematik. «oo boebnncben 8| 8| 5 5|5| 5|1- | -- 36
3 hyſikaliſch Phyſik. «over oon un 3 3 3 3 2 2 | -I| 16
pyyf | Mechanik und Feſtigkeitslehre. . . . . -- | -- 5 5 3 BI - 16 | z
Elektrotehniſj Elektrij handwertli< Lehrwerkſtättenarbeit . . . ..... ..| 12| 12 8 81 - | --= | -- | -- 40
te a) ſtofflich Chemie, Stoffkunde u. Werkſtoffprüfung | 2 2 2 2 2 21 - | -- 12 | 59
b) mehaniſ<; | Formung... u coeur inn n ir -- | -- 2 2 3 8| - | - 10 [ “
6 eſtaltend Techniſches Zeichnen, Geſtaltungslehre
gel Mb und Elektroteile. .... | 7/| /7| /7|/ 7| 5858| - | -- | - 33
7 | techni Wirtſchaftliche Fertigung. . - . . » . . --“jJ --“ | --=“ | -=“ | -- | - 3 3 6
Ou andt Kraft-, Arbeits- und Hebemaſchinen . | = | = | -- | -- | -- 5 4 4 13
Elektriſcge Maſchinen und Geräte . . | = | -- | -- | -- 6 6 7 7 26
Elektriſche Starkſtromanlagen . . . . . --“ | -- j --= | -- | -- 2 5 5 12
Lichttemnik . ccni -“ | --= | -- | --= | -- | = 2 2 4 | 97
Hochſpannungstemmil . . u. -- | = | --= j == | == | == 2 2 4
Fernmeldetechnik .. uo uu. =i= (=| = | = | = 4| 6 10
Elektrotehniſches Laboratorium. . . . | = | = | =< | -- 3 3 5 5 16
Elektrohemie. . . u uur -- | -- | --= | -- | -- | == 2 | -- 2
Bau- und Bermeſſungskunde . . . . . -=“|-= |=| =| 2 2 | - | = -»
8 | Leibeserziehung -..-.--obbboobnnnneccc.. 2)2/2|2|]-|-|-|- 8
Insgeſamt Wochenſtunden... | 42 | 42 | 42| 42| 42 | 42 | 42 | 42 336 =








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