Amtlicher Teil | 79

74. Anerkennung von Schmalſilmerzeugniſſen
als Sicherheitsfilme. |
Gemäß Runderlaß vom 23. Januar 1932
(MBliV, S. 65) über Schmalſilmvorführungen hat
die Chemiſc<-Tehniſche Reichsanſtalt in Berlin-
Plößenſee einen weiteren Schmalfilm der
Firma Voigtländer-Gevaert G. m. b. H,, Berlin-
Spindlers8feld, auf Triacetat-Unterlage geprüft.
Nach dem hierüber ausgeſtellten Zeugnis der
genannten Anſtalt vom 19. Dezember 1938 ent-
jpricht dieſes Schmalfilmerzeugnis den Bedingungen
der 88 1--4 der Polizeiverordnung über Schmal-
filmvorführungen vom 23. Januar 1932 (GS.
S. 57). Dieſer Shmalſilm der Firma Voigtländer-
Gevaert G. m. b. H., Berlin-Spindlersfeld, iſt ſomit

VO'STLANDER
als Sicherheitsfilm im Sinne des 81 a.a. O.
anerkannt, ſoweit er in Au8maß und Kennzeichnung
den nachſtehenden Abbildungen entſpricht.
Berlin, den 5. Januar 1939.
Der Reichsführer 44 und Chef der Deutſchen Polizei
im Reichsminiſterium des Innern.
(Unterſchrift.)
O-VuR Th Allg. 577 /38.1)
* *
*
Wird hiermit befanntgegeben.
Berlin, den 27. Januar 1939.
Der Reichsminiſter |
für Wiſſenſchaft, Erziehung und Volksbildung.
Im Auftrage: Holfſelder,
Bekanntmachung. -- E I 6 42/39.
(RMinAmt3blDtſc< Wiſſ. 1939 S. 79.)
75. Volkskartei,
(1) Zur Ergänzung der abecelich geordneten
Perſonenregiſter des polizeilichen Meldeweſens iſt
die Anlegung einer nac< Geburtsjahrgängen geord-
neten Kartei der Cinwohner geplant (Volkskartei).
Zunächſt werden zu dieſem Zweck alle Perſonen
im Alter vom vollendeten 5. bis zum vollendeten
70. Lebensjahr erfaßt werden. Die Beſtimmungen
über die Erfaſſung der Perſonen vom vollendeten
14. Lebensjahr ab und die Anweiſungen Über die
Errichtung und Führung der Kartei werde ich,
eren niſter des Innern, zu gegebener Zeit
treſſen.
(2) Für die Schulkinder vom vollendeten 5. bis
zum vollendeten 14, Lebensjahr jollen die Kartei-
arten ſchon jekt mit Hilfe der Schulen ausgeſchrieben
31) Vgl. auc< Bekanntmachung vom 4. Auguſt 1937
(RMBLÜiV. S. 1365).
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SICHERHEITSFIHINM
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werden. Den Landesregierungen (in Preußen den
Regierungspräſidenten) wird Ddes8halb eine der
Schülerzahl entſprechende Anzahl Volkskarteikarten
zugehen, die den Schulen (öffentlichen und privaten
Volk3-, mittleren und höheren Schulen -- auch
den jüdiſchen --) zuzuleiten find. Bei der Ver-
teilung der Karteikarten auf die einzelnen Schulen
iſt zu der Zahl der Schüler (Schülerinnen) ein
Ausfallzuſchlag von höchſtens 10 v. H. für ver-
ſchriebene oder ſonſt unbrauchbar gewordene Karten
hinzuzurechnen. Die braunen (Hhamois) Kaxten
ſind für Knaben, die grünen für Mädchen beſtimmt.
Nachforderungen an Volkskarteikarten ſind an die
Reichsdru>erei = Auftragzannahme =, Berlin
SW 68, Oranienſtraße 93/94, zu richten; bei der
Beſtellung iſt anzugeben, ob es ſich um Karten
für Knaben oder Mädchen handelt.
(3) Jn den Karten ſind neben dem Datum der“
Ausfüllung nur die Spalten 1 und 11 bzw. 12 ganz
auszufüllen, Spalte 5 nur zum Teil. Außerdem iſt
in Spalte 6 die Schule einzuſeßen. Die Karten
jüdiſcher Schüler ſind in der linken oberen E>e
durch ein mit Tinte aufzutragendes „J“ kenntlich
zu machen. In Schulen, die in Landkreiſen liegen,
find für jeden Schüler (Schülerin) zwei Karten
auszufüllen, von denen die eine für die Gemeinde,
die andere für das Landratsamt beſtimmt iſt.
Dieſen Schulen muß deshalb die doppelte Anzahl
Karten zugeteilt werden. Won den Schulen in
Stadtkreiſen, auch in ſolchen mit ſtaatlicher Polizei-
verwaltung, iſt für jeden Schüler (Schülerin) nur
eine Karte auszufüllen.
(4) Die Karten ſind von den Schulen nach
Ausfüllung der Gemeindeverwaltung (Bürger-
: Meiſter oder Oberbürgermeiſter) und in Gemeinden
mit ſtaatlicher Polizeiverwaltung dem Leiter der
ſtaatlichen Polizeibehörde zu überſenden. Die für
die Landrat3ämter beſtimmten Doppelſtü>ke ſind
den Landrat3zämtern zuzuleiten, gegebenenfalls
-dur<4 Vermittlung des Bürgermeiſters.
(5) Bei den polizeilichen Meldebehörden und
den Landräten ſind die Karten al8dann -- für

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